Der Ortsvorsteher informiert

Urlaubsfeeling, Hitzewelle und Neuigkeiten aus dem Rathaus auf die Schnelle...

Liebe Leserinnen und Leser dieser Ausgabe,
nicht nur der Sommer zaubert die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn, sondern auch so manche Entscheidung die getroffen werden muss. Entgegen meiner sonst etwas lockeren Art geht es am Anfang doch um ernstzunehmende Dinge, welche gerade in einer Zeit gelöst werden sollen, in der viele Leute ablenkt waren von sportlichen Ereignissen, welche das runde Leder betrafen oder einfach vom schönen Wetter (welches für Autofahrer sehr gefährlich ist, wenn man die holde, leicht bekleidete Weiblichkeit an den Bushaltestellen beobachtet -Vorsicht, erhöhte Unfallgefahr!) Wie schon den Tageszeitungen entnommen, steht unsere Stadt Chemnitz vor großen Sparaufgaben, die notwendig sind, aber auch vor Sparzwängen, welche überdenkenswert wären. In diesem Falle ganz speziell die Abschaffung der Ortschaftsräte. Erlauben Sie mir bitte an dieser Stelle eine kurze persönliche Stellungnahme.

Als erstes möchte ich den Artikel in unserer Freien Presse, vom 22.07.2010, mit ein paar kurzen Worten kommentieren. Absolut unter der Gürtellinie empfinde ich, dass dort schon vom einstigen Rathaus gesprochen wird. Richtig stellen möchte ich auch die Aussage, dass das Rathaus nicht für uns wie eine Kirche ist, sondern ich traf die Aussage, dass es ein markantes Gebäude an unserer Chemnitzer Straße, ähnlich wie unsere schöne Kirche ist.

Durch die Ortschaftsräte wurden viele Sachen bewegt, durch beharrliche und ausdauernde Arbeit. Viele Dinge, welche man nicht übersehen kann (Feuerwehr und Kindergarten in Grüna), aber auch viele, welche man nicht auf den ersten Blick erspäht. So zum Beispiel die Zuarbeit für städtische Ämter, Regelung von Bürgeranliegen, Beilegung von Zwistigkeiten, um nur Einiges zu nennen. Die Wahlbeteiligung lag nach unserer Eingemeindung am Boden. Durch die Arbeit des gewählten Ortschaftsrates erlangte man wieder Vertrauen, man hatte und hat seine Bezugspersonen vor Ort, denen man sich mitteilen kann. Welche Einsparung erfährt unsere Stadt Chemnitz, wenn sie bei ehrenamtlichen Tätigkeiten den Riegel vorschiebt. Oder ist es eher das Mitbestimmungsrecht, was unseren Stadtvätern Bauchschmerzen verursacht. Man könnte eigentlich viel mehr sparen, wenn man mehr Kompetenzen an die Institution Ortschaftsrat übertragen würde. Ich glaube, liebe Leserinnen und Leser, sollten die Ort-schaftsräte abgeschafft werden, schafft man das letzte Stück Mitbestimmung ab. Für mich käme dies einer zweiten Eingemeindung nahe und einem Ausverkauf unseres Ortsteiles, wenn man auch an die Veräußerung unseres schönen Rathauses denkt. Ist der Zeitpunkt da mal wieder auf die Straße zu gehen um Demokratie zu leben? Abschaffung selbiger aus Kosten-gründen? Es gibt schon eine Vielzahl von Plattformen, die der Kommunikationsebene dienen, wie z.B. www.Chemnitz-kuerzt.de. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Es ist noch nichts verloren. Der Zeitraum zur Abstimmung ist ziemlich eng gestrickt, sodass es vielleicht bei bestimmten Maßnahmen noch Verschiebungen geben kann.

 

Und sonst?...

Da wäre die Fertigstellung der geplanten Sanierung unserer Turnhalle mit dem Schriftzug „Turnhalle Grüna", der nach zähen Gesprächen nun doch wieder seinen angestammten Platz erhielt (sollte entfallen, stattdessen Sportstätte Chemnitz). Nur mit einem verschmitzen Lächeln kann ich die schnelle Bewerkstelligung unseres Festplatzes beobachten. Unglaublich, wie gewisse Sachen von einem Amt zum anderen geschoben werden, damit ja niemand zur Verantwortung gezogen wird. Da sag ich mir doch „nimm es auf die eigene Kappe", wenn Papier so geduldig ist, die Hauptsache es wird was fertig. Dieser Festplatz kostet die Stadt Chemnitz in seiner Herstellung keinen Heller. (Dank für die freundliche Unterstützung durch die Baufirma Köhler, insbesondere Herrn Bernhard Köhler und dessen Sohn).

Erfreulich ist auch die Aufbringung einer neuen Deckschicht von 700 Metern Länge auf der Chemnitzer Straße. Vertrauensvolle Zusammenarbeit gab es im Vorfeld mit dem Tiefbauamt, unserem Schnitzverein und dem Bauingenieurbüro Dr. Sonnenburg.

Auch gibt es wieder ein bunt gemischtes Programm zur Kirmeswoche, durch Mitwirkung unserer rührigen Vereine und zum Festwochenende am Folklorehof mit freundlicher Unterstützung unserer Familie Hoffmann vom Hotel Folklorehof. Die Eröffnung findet in diesem Jahr gemeinsam mit unserem Pfarrer Göckeritz statt. Sehen wir mal ob es Walter Bunzel gelingt, den vom Ortschaftsrat Grüna gestifteten Wanderpokal bei unseren Schützen in diesem Jahr zu verteidigen. Für unsere Nachwuchsschützen stifte ich dieses Jahr einen schönen neuen Pokal. Ich denke, dass es eine schöne Brauchtumspflege durch unseren Schützenverein ist und unbedingt erhaltenswert. Einen Wehmutstropfen gibt es doch noch. Nachdem es überaus positive Gespräche mit verschiedenen Anwohnern gab und die Bereit-schaft bekundet wurde, die Kirmeseröffnung wieder am Forsthaus aufleben zu lassen, ist es durch ein organisatorisches Problem leider nicht fristgerecht gelungen, unsere Kirmes an oben genannten Platz durchzuführen. Mein Dankeschön gilt hier der Firma Getränke - Pfeifer, welche dies als Beitrag für Grüna auf eigene Kosten ohne Zuschuss bewerkstelligt hätte.

Bereits mehrmals trafen sich die Organisatoren der 750 Jahrfeier. Viele neue Köpfe kamen hinzu, was mein Herz höher schlagen lässt und, so glaube ich, nicht nur meins.

Auch gab es einen netten Besuch bei unserer Fortis Akademie. Dabei wurde auch die weitere Zusammenarbeit erörtert. Wir sprachen über die Erweiterung des Firmengeländes mit einem neuen Gebäude (ehemals Dretex), welches unter anderem eine neue Sporthalle beherbergt. Diese soll nach Unterrichtsschluss auch von anderen Institutionen genutzt werden können. Ich werde Frau Fröhlich, die Geschäftsführerin, und Herrn Dr. Pressler auch noch einmal in unsere Ortschaftsratssitzung einladen. Erfreulich zu hören, welches Potential sich in unserer Ortschaft befindet.

Mehrmals gab es Gespräche mit den Ortsvorstehern der eingemeindeten Ortsteile bei der Chemnitzer OB. Inzwischen werden auch interne Gesprächsrunden in loser Folge organisiert, um sich über die Arbeit auszutauschen. Erfreulich war, dass auf unsere Einladung hin die erste Runde in Grüna stattfand. Auch wurde der 1.Stammtisch unter dem Motto "Was ist machbar Herr Nachbar?", Chemnitzer Stadtteile West treffen sich, aus der Taufe gehoben. Auf unsere Bitte hin trafen sich Vertreter aus Grüna (Herr Bunzel, Herr Stengel, Herr Hübler, Frau Vieweg sowie meine Wenigkeit), Mittelbach (Herr Neuber), Reichenbrand (Herr Jabobi , Herr Kreßner) sowie aus Rabenstein(Herr Reuther, Herr Nestler).Gemeinsame Ziele wurden abgesteckt und eine bessere, organisierte Zusammenarbeit gerade in Bezug auf Festlichkeiten und gegenseitigen Besuchen diverser Veranstaltungen besprochen. Hierzu soll am Jahresende ein gemeinsamer Veranstaltungskalender aufgestellt werden, auch damit sich in Zukunft die Termine nicht zum gegenteiligen Nachteil überschneiden. Hier zeigt sich ebenfalls wie wichtig unser Rathaus als Kommunikationspunkt ist.

Eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen fand in unserem Folklorehof statt, wie z.B. der erste Handwerkermarkt. Ich hoffe, dass dieser Markt zur Tradition wird, wie auch unser Baumgartentag am letzten Samstag im September. Leider hat unser „Floh vom Fichtelberg", Herr Jens Weissflog, seine Teilnahme als Gast zurückziehen müssen, weil es eine höher angebunden Verpflichtung gab. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Er lässt im Voraus liebe Grüße ausrichten und hat mir eine gewisse Anzahl von handsignierten Autogramm-karten übergeben, welche wir bei der einen oder anderen Aktion an diesem Tag mit unters Volk mischen werden. In diesem Sinne geht Grüna wieder im kleinen und feinen Rahmen sprichwörtlich in die Luft!

Unmut muss ich über die stetig zerschlagenen Bierflaschen auf unserer Fußgängerbrücke äußern.

Momentan lumpert meine Arbeit bei Grüna online, einem hervorragenden Podium, etwas. Leider fehlt mir oft die Zeit, ich verspreche aber Besserung. Ja und eines möchte ich nicht versäumen, meinen Dank und die Freunde darüber auszudrücken, dass es gerade jetzt bei diesen sommerlichen Temperaturen auf dem Hexenberg am Sprudelstein wieder plätschert. Herr Bernhard Herrmann und Herr Patrick Andrä legten mit ihrer Initiative als Neu-Mitglieder im Heimatverein einen glanzvollen Start hin. Beeindruckend war für mich, wie sich viele Anwohner und vor allem Kinder sich über das kühle Nass zur Eröffnung freuten.

Da ich ab und zu ja auch immer noch auf unserem Friedhof unterwegs bin möchte ich den Appell nochmals an unsere Langfinger richten, welche nicht immer jüngeren Datums sind. Es ist mehr als unwürdig Blumen vom Grab zu stehlen, ganze Einpflanzungen zu entwenden, um seinen Garten oder seiner Terrasse ein neues preiswertes Aussehen zu schenken (nix mit 25% auf alles was keinen Stecker hat) und dabei Menschen in Ihrer Trauer zu verletzen. Das gleiche gilt für diejenigen, welche sich mit Gartengeräten und weißen Kies versorgen, die unentgeltlich unseren Friedhofsnutzern zur Verfügung gestellt werden. Mensch Leute, denkt doch mal dran, wenn ihr dann dort unten liegt und jemand vor Euren Augen die Blumen vom Nachttisch entwendet. Zur Rede stellen und aufregen könnt ihr Euch dann auch nicht mehr .Also immer daran denken, Du wirst von ganz oben beobachtet!

 

Für alle Arbeitssuchenden möchte ich an dieser Stelle eine Telefonnummer veröffentlichen. Das BMW - Werk in Dingolfing sucht dringend Mitstreiter für mindestens ein halbes Jahr. Ansprechpartner ist Herr Helmut Meichsner - 015119501830 - oder per E-Mail - meichsnerh@dgf.hofmann.info

 

So, was wollte ich noch sagen, ich lass mal lieber Platz für die anderen noch folgenden Artikel mit einem obligatorischen Spruch:

Tu, was du kannst, mit dem, was Du hast, da, wo Du bist (La Rochefoucauld)

 

Euer Lutz aus der Chemnitzer 109, der sich außerdem für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof bedanken möchte.