„Heißer“ Start für Winterdienst und Feuerwehr

Liebe Leserinnen und Leser ,
unserer nunmehr ersten Ausgabe des Ortschaftsanzeigers im Jahr 2010. Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten Ortschaftsrates und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses Grüna und Chemnitz alles erdenkliche Gute und vor allem Gesundheit.
Keiner weiß, was das neue Jahr uns bringen wird, doch blicken wir mit etwas Optimismus den uns bevorstehenden Aufgaben entgegen.
Der erste Tag im Jahr begann mit einem Einsatz unserer Kameraden der Feuerwehr auf dem Fußballplatz, wo eine Pappel sich durch einen Feuerwerkskörper entzündete und wie ein Schwedenfeuer somit das neue Jahr auf seine Art und Weise einläutete.
Wiederum waren es die Kameraden unserer Feuerwehr, welche sich uneigennützig am Montag dem 4. Januar beim Stromausfall im Gerätehaus trafen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Seitens des Stromanbieters war keinerlei Informationsfluss zu beobachten bzw. wurde keine Auskunft über Dauer und Hilfsmaßnahmen abgegeben. Eine Tatsache, die nur mit Kopfschütteln im Nachhinein betrachtet werden kann.
Erschwerend hinzu kamen am 4. Januar die eisigen Temperaturen, welche nachts nochmals beträchtlich sanken. Man entschloss sich kurzerhand bei Fahrten durch unseren Ort auf die Situation aufmerksam zu machen und bot als Hilfe den Weg ins Gerätehaus an, wo wärmende Decken und heiße Getränke bereitgestellt wurden. Die Kameraden waren bis Dienstag 7.00 Uhr vor Ort und sicherten so auf ihre Art eine gewisse Hilfeleistung in dieser Havariesituation ab. Ein dickes Dankeschön glaube ich im Namen aller Grünaerinnen und Grünaer hier an dieser Stelle aussprechen zu können.
Seitens des Energieversorgers war fast zwei Wochen lang nichts zu hören. Mitte Januar erst kam ein Gespräch mit Herrn Prof. Wolfgang Gallas, Geschäftsführer von EnviaM Verteilernetz GmbH, und dem Prokuristen von EnviaM, Herrn Thilo Schröter, im Rathaus Grüna zustande, wobei beide Seiten sich auf eine schnelle Verständigung bei auftretenden Havarien einigten und eine tiefere Zusammenarbeit bei der Katastrophenbewältigung vereinbarten. Die Notsituation hat uns auch wieder vor Augen geführt, wie abhängig man doch von gewissen Sachen in einer doch so modernen Zeit wie heute ist.

Blicken wir in die Zukunft bis 2013
Am Mittwoch, dem 13. Januar, fand der nunmehr 4. Vereinsstammtisch bei unseren Freunden des runden Leders im legendären „Wiesengrundstadion" statt. Wie immer mehr als gut besucht war die Vorbereitung unserer 750-Jahrfeier die Thematik des Abends. Dabei wurde schon ein Fundament für die weitere Vorbereitung geschaffen, nämlich die Bildung einer Arbeitsgruppe Heimatfest. Ihr gehören als Gründungsmitglieder an:

Walter Bunzel, unser ehemaliger und langjähriger Ortsvorsteher
Lutz Neubert, unser neuer Ortsvorsteher
Peter Pfefferkorn vom Schnitzzirkel
Bernd Hübler, neuer Vorsitzender des Heimatvereins
Ronny Bernstein, Mitglied der Freien Wähler und Inhaber der Firma BMF GmbH
Ines Kade, welche derzeit die Geschicke in unserem Folklorehofbüro managt
Christine Vieweg, im Rathaus zuständig für den Ortschaftsrat.

Obwohl an diesem Tag nicht anwesend, hatten im Vorfeld ihre Bereitschaft bekundet
Hans Voigt, Jugendwart der Feuerwehr
Thomas Mühl vom Naturfreundeverein
Steffen Beckmann, Zimmerermeister.

Ein wie ich finde gutes Startpotential, um im etwas engeren Kreise gewisse Vorbereitungen für weitere Arbeitskreise zu schaffen.
Dank auch an dieser Stelle nochmals an Familie Gerlach, welche uns an diesem Abend nicht verhungern und verdursten ließ. Wir werden uns nochmals am 21. April bei unseren Fußballern treffen, bevor dann der Staffelstab an unsere Schnitzer, Wintersportler oder Billardfreunde weitergegeben wird. Willkommen ist dazu natürlich jeder.
Ich hätte dabei an dieser Stelle eine Bitte: Wer kann uns leihweise mit Fotos von unserer 725 Jahrfeier 1988 oder gar mit Filmmaterial weiterhelfen? Gern bin ich bereit, donnerstags diese Dokumente persönlich im Rathaus entgegenzunehmen.
Erfreulich ist auch die mündliche Zusage einiger Jugendlicher, unseren Heimatverein zu unterstützen.

Die nächsten Vorhaben
Ja liebe Leserinnen und Leser, was gibt es sonst noch aus der Chemnitzer Straße 109 zu berichten?
Im März soll mit den Sanierungsmaßnahmen an unserer Turnhalle begonnen werden - Kostenpunkt 450000 Euro. Etwas unverständlich, dass für einen benötigten Fluchtweg im Obergeschoss beim Vereinsraum der Handballer keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stehen sollten, eine unkomplizierte Lösung wurde aber in Betracht gezogen und somit eine komplette Kündigung auf Eis gelegt. Verfolgt man die Presse ist es doch erfreulich, dass gerade für die Förderung des Breitensportes große Mittel bereit gestellt werden - nur wo soll man sich im Nachhinein aufhalten, wenn durch überzogene Brandschutzforderungen das zum Einschlafen gebracht wird, was man vorher mühevoll aufbaut. Unsere Turnhalle steht seit über 100 Jahren, soll man so ein betagtes Heim durch zig Feuertreppen verschandeln? Ein sehr streitbares Thema. Positiv ist aber auch zu erwähnen, dass Sportamtschef Herr Meyer sich selbst vor Ort ein Bild über die Situation machte.
Bevor ich den Beitrag beende (denn bei langen Artikeln neigt der Mensch immer dazu, nicht mehr weiter zu lesen) möchte ich ein Lob über denn Winterdienst aussprechen. Alle sprachen vom Winterchaos, Salzvorräte alle usw. Ich denke mit der Gesamtsituation, wie sie auf unseren Strassen herrschte, können wir zufrieden sein. Und weil ich nicht mehr die Kolumne vom Grünaer Faschingsverein e.V. schreibe, gibt's den obligatorischen Spruch an dieser Stelle: „Kleine Schritte sind besser als große Worte" (Egon Bahr). Aktuelle News auch unter www.gruena-online.de - der Ortsvorsteher informiert.

Ihr OV Lutz Neubert