2018 – wir feiern viele Jubiläen


Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, lieber Leserinnen und Leser des ersten Ortschaftsanzeigers des Jahres 2018, aber Vorsätze habe ich für meinen Teil mir nicht gestellt, denn umso größer ist die Freude über nie Gedachtes und Erreichtes, umso geringer die Enttäuschung über hoch gesteckte und nicht umgesetzte Ziele. Da Sachen sowieso ihren Fluss nehmen, da andere schon längst darüber heimlich gerichtet haben, verstärkt dies aber den Drang, noch intensiver mitzuarbeiten um nicht irgendwann wie andere dazustehen und zu sagen: Hätte ich gewusst, dass es in die Richtung läuft, da hätte ich mich doch mit eingebracht. Und so wird vieles vielleicht beim Alten bleiben, vieles wird unerwartet Neues bringen und der Großteil wird sich in Warteposition legen, bis irgendjemand ein Fehler unterläuft, um dann zu sagen: Das haben wir doch schon immer gewusst. Dies schreibe ich mit einem Augenzwinkern und habe doch tatsächlich erst aus der Freien Presse erfahren, was man als Ortsvorsteher alles an Geld so verdient. Danke dafür, ich habe auch gleich nachgeschaut, nachdem mich mehrere freundliche Bürger darauf angesprochen hatten, aber ich habe bestimmt bei der Stadt die falsche Bankverbindung angegeben ... oder so

Und damit willkommen in 2018, allen voran Glück, Gesundheit, maximale Erfolge, viele Kinder für Grüna und und und. Ich sagte, vieles bleibt beim Alten. Nun das Jahr steht ja ganz groß unter einem Stern von Feierlaune. 875 Jahre Karl Marx Stadt...ähm Chemnitz – doch halt ... warum in die Moderne blicken ...

Grüna wird immerhin 755 Jahre, 20 Jahre steht der Totensteinturm (zu seinem 15jährigen hätte die Stadt ihn beinah abgerissen, weil er höher ist wie die beleuchtete Esse), 25 Jahre ist schon die Grundsteinlegung auf dem Hexenberg her, 111 Jahre feiert die Firma Getränke Pfeifer mit dem Slogan „Wir geben alles und Grüna zieht mit" und sagt, wir trinken alles (Danke für die Unterstützung der Vereine, zu Festen und in allen Lebenslagen...), 155 Jahre steht nicht die Feuerwehr auf dem Schlauch, sondern löscht auch kräftig mit, und vor 125 Jahre eröffnete die Stahringer Naturheilanstalt, welche bald wieder im neuen Glanz erstrahlen wird. Für alle, die immer meine Schachtelsätze indirekt ankreiden, habe ich jetzt mal einen Punkt gemacht. Viele meinen, sie wissen nicht mehr, was ich am Anfang geschrieben habe und erkennen die Zusammenhänge nicht mehr ... dabei habe ich mir das mühevoll von den großen Politikern abgeschaut.

Nun ja, vor 125 Jahre wurde auch die zentrale Schule in Grüna gebaut in der Nähe von unserem Denkmal und sie steht immer noch. Wer viel lernt, soll sich viel bewegen, deshalb Blick in Richtung Wiesengrund, wo vor 90 Jahren unser schöner Sportplatz entstand. Damit dies immer alles nicht nur über soziale Netzwerke gestreut wird, sondern auch in Papierform dargereicht werden kann, sonst wären ja die Brieftauben fehl am Platze, entschied man sich in Grüna vor genau 130 Jahren, ein Gemeindeblatt zu drucken. Dass man gern expandiert zeigt die Tatsache, dass Grüna und Mittelbach gemeinsam ein solches Werk weiter voranbringen – also ganz FIX in Richtung Mittelbach: Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser natürlich ebenso alles Oben genannte für 2018 und dem Ortschaftsrat genauso Durchhaltevermögen gegen alle Kapriolen, welche uns aus dem Osten erreichen.

Die Aufzählung sei hiermit beendet mit der Erwähnung und den Glückwünschen im Vorfeld zu 55 Jahre Grünaer Faschingsclub e.V., 70 Jahre Wintersportverein, Kegelverein, Billardsportverein (leider finden die geplanten Deutschen Meisterschaften nun erst 2019 in Grüna statt), 25 Jahre Grünaer Schützengilde, 20 Jahre Gesangsverein Grüna/Mittelbach und 170 Jahre Turnverein (so alt sehen die Jungs und Mädels wirklich nicht aus...)

Nun ja, ein Jahr voller Überraschungen und dennoch ein kleiner Rückblick, zumindest zu einem wunderschönen Weihnachtsmarkt, welcher auch 2018 sein Jubiläum erfahren wird, und dem winterlichen Wetter dazu ... ohne Worte eigentlich, denn mein privates Handy wurde seit den frühen Morgenstunden mit Sätzen versorgt, wo ich überlegte, wie man den Menschen geistig helfen kann. Spätestens am Baulinchenstand und dem Blickkontakt waren es aber völlig andere Menschen. Der Grund lag aber, wie wir wissen, beim plötzlichen Wintereinbruch und der damit verbundenen Situation, dass Grüna die längste Eislaufbahn von Sachsen hatte, man nur nicht wusste, wie man sie so schnell vermarkten kann. Nachdem man krampfhaft versuchte, städtische Handynummern anzurufen, welche leider Aufgrund der Witterungsverhältnisse ausgeschalten waren, und vielen endlosen Telefonaten auf dem Festnetz am Montag (erste Reaktion gegen 16.30 Uhr selbigen Tages) war es klar ... der Winter kam wieder total unverhofft.

Anbei die Stellungnahme ohne Kommentar und im Nachgang mit einem Schmunzeln: Der ASR ist sich der am vergangenen Wochenende vorherrschenden problematischen Situation auf den Straßen der Stadt bewusst. Aus den zur Verfügung stehenden Daten und Warnungen waren bis in die frühen Morgenstunden des Samstags die Intensität und Ausdehnung der Niederschläge insbesondere jedoch deren tatsächliche Auswirkungen auf den Fahrbahnzustand nicht erkennbar. Auf diese schwer vorhersehbare Wettersituation, die auch deutschlandweit spürbar war, reagierte der ASR frühzeitig mit den nach dieser Vorhersagelage erforderlichen, planmäßig für das Wochenende vorgesehenen Kräften und Mitteln. Trotz dieser ab dem frühen Samstagmorgen eingeleiteten Maßnahmen konnte selbst auf den Fahrbahnen im Vorrangnetz (vergl.http://www.asr-chemnitz.de/fileadmin/dokumente/Strassenverzeichnis_17_18.pdf / „Stufe 1") eine teils nachhaltige Bildung von Vereisungen nicht vermieden werden. Daraus schlussfolgernd werden betriebliche Maßnahmen umgesetzt, um kurzfristig auf für die normale Planung nicht rechtzeitig vorhergesagte bzw. eintretende Wettersituationen flexibler und mit höherer Leistungsfähigkeit reagieren zu können.

Was sagt das einem Menschen, welcher auf dem Dorf aufgewachsen ist? Früher war nicht alles schlecht, vieles war sogar besser, denn man schaute aus dem Fenster und erkannte die Gefahr meistens etwas eher oder anders ausgedrückt, als Kachelmann das Wetter noch machte, war Verlass...

Nach Weihnachten kommt Neujahr und deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle bei jemand besonderen, welcher auch völlig uneigennützig die Rester der Knallerei (bitte nicht falsch verstehen) von anderen Menschen beräumte. Danke Carolin, und ein Auszug aus unserer Konversation sei gestattet: ...2 h am Waldrand und auf dem Feld den Silvestermüll eingesammelt und in Säcken auf die am Waldrand befindlichen Bänke gestellt. Eigentlich wollte ich am Anfang mit einem Sack alles einsammeln und an der Bank "Futterkrippe" den Sack dann im Mülleimer entsorgen. Leider war es jeweils an den einzelnen Bänken so viel Müll, dass ich nicht alles wegbekommen habe. Es sind auch noch Flaschen und Pappkartons dabei...

Und mit Hinblick auf den Sommer, wo manche Grillaktion der Wald unbeschadet überstanden hatte, wo ist das eigentliche Problem, unsere Umwelt sauber zu halten? Ich sage es Euch – Faulheit und Bequemlichkeit. Klingt hart, aber stimmt leider. Wir haben alle die Chance, es besser zu machen zu unserem gemeinsamen Frühjahrsputz in Grüna – wir wollen doch glänzen für 875 Jahre Moderne, oder? Termin steht im Veranstaltungskalender, Ausgabe Dezember 2017. Für alle Besserwisser und Meckerer...es gibt eine Terminverschiebung bei den Vereinsstammtischen, welche hoffentlich ein zahlreicheres Erscheinen dann ermöglicht: 21.03. Ausrichter unser Faschingsclub Grüna, 27.06. wird herzlich vom Förderverein AWO Hort Grüna eingeladen, 26.09 ist noch zu vergeben (vielleicht Euer Verein?) und den Abschluss bilden unsere Wanderfreunde am 28.11.2018 in der Dachsbaude.

Ein freundlicher Hinweis, verbunden mit einer großen Bitte. Wir möchten gern ein für alle zugängliches Büchertauschregal am Rathauseingang einrichten und suchen dafür Bücher, welche selbiges füllen mit dem Hintergrund, ein Buch entnehmen und eines dafür geben. Vielleicht kann man im Sommer das erste Grünaer Treppenlesen veranstalten. Der Startschuss und die Premiere für das erste Grünaer Treppensingen war ja schon ein voller Erfolg und damit Dank an alle Helfer.

Ich würde mich über Unterstützung für unser schönes Grüna auch im Jahr 2018 sehr freuen, möchte alle recht herzlich dazu einladen, welche immer alles negativ sehen und erspare mir deshalb im Vorfeld über unsere kaputten Straßen, Fußwege... zu schreiben. Traurig auch der Anblick, wie nach dem Kabeleinzug die Löcher verschlossen worden sind. Noch trauriger, wie manche Firmenausschreibung und die danach umgesetzte Bau- und Renovierungsmaßnahme in unserem Rathaus erfolgt, weil wir ja keine Handwerker im Ort haben und der freundliche Hinweis an unsere Stadtratsvertreter vor Ort, ob das auch so wahrgenommen und gesehen wird. Der Ton wird leicht nachdrücklicher, aber wir möchten auf Augenhöhe etwas für unseren Ort erreichen ... dann kommt die Stadt...(Augenzwinkern...).

Mit besten Grüßen auch an unsere Mittelbacher – wir gemeinsam sind das starke Stück Chemnitzer Westen

2018 wird ein gutes Jahr, mit Euch und uns zusammen...das musste ich FIX mal noch sagen...

Euer Lutz.....

 

Ortschaftsanzeiger Grüna Mittelbach 02/2018