Der Grünaer Ortsvorsteher berichtet im Dezember

Der Ortsvorsteher Grüna berichtet

Und zack, ist wieder fast das Jahr Geschichte …

… und die gab es zurückblickend wieder reichlich in allen Lebenslagen. Nun denn blicken wir voraus auf die besinnliche Zeit und auf das, was noch bis dahin kommen mag. Doch einleitend gehört schon traditionell der erste Platz unserem ersten Bürger von Chemnitz, dem Oberbürgermeister.

Sehr geehrte Chemnitzerinnen und Chemnitzer in den Ortschaften Grüna und Mittelbach,

wie schnell doch die Zeit vergeht. Die Monate, Wochen und Tage rauschen nur so an uns vorbei, Augenblicke verfliegen und ehe man sich versieht, ist schon wieder ein Jahr rum. Weihnachten steht vor der Tür und damit verbunden eint uns die Hoffnung auf ein friedliches, gesundes und positives neues Jahr.

Zugegeben: Als ich vor ziemlich genau 365 Tagen den Jahresrückblick 2021 verfasst habe, war ich froh, uns von einer Zeit zu verabschieden, in der es schwerfiel, überhaupt erfreuliche Ereignisse in der Rückschau zu finden. Der Rückblick auf 2022 fällt deutlich positiver aus. Die Corona-Pandemie beherrschte nicht mehr komplett unseren Alltag, Pläne konnten umgesetzt und Träume verwirklicht werden. Lang geplante Urlaubsreisen mit Familie und Freunden, Festlichkeiten in der Stadt und auch spontane, ungezwungene Begegnungen füllten wieder unsere Kalender.

Als Ihr Oberbürgermeister liegt es in meinem Naturell, mehr Positives als Negatives zu sehen. Passend zur Weihnachtszeit kehrt nach drei Jahren endlich wieder unser beliebter Weihnachtsmarkt ins Zentrum der Stadt zurück. Rund um den großen Weihnachtsbaum auf dem Markt befinden sich dann liebevoll dekorierte Hütten und Marktstände, die Orte der Begegnungen sind. Können Sie die herrlichen Düfte, die für uns Weihnachten ausmachen, auch schon förmlich riechen?

Weihnachten ist ein Fest der Nächstenliebe. Wir dürfen nicht die Menschen in Europa vergessen, die nach wie vor unsere Hilfe benötigen. Der Krieg in der Ukraine war das beherrschende Thema in diesem Jahr. Millionen Menschen flüchteten aus Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Familien. Sie wurden empfangen von einer europäischen Welle der Hilfsbereitschaft. So auch in Chemnitz, wo zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen ihre Solidarität und ihr Mitgefühl gegenüber den Menschen aus und in der Ukraine zum Ausdruck brachten und auf verschiedene Arten halfen. Viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer stellten ihre Wohnung zur Verfügung, spendeten Gegenstände oder fuhren an die polnisch-ukrainische Grenze, um Verwandte, Bekannte oder gänzlich fremde Menschen abzuholen und in Sicherheit zu bringen. Das ist für mich Chemnitz. Eine Stadt, in der nicht lange geredet, sondern zu allererst einmal gemacht wird. An dieser Stelle möchte ich meinen Dank aussprechen an die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer, die Chemnitz lieben und die mit Mut, Herz und Engagement die Stadt noch lebens- und liebenswerter gestalten. Bitte hören Sie nicht damit auf! Ohne Sie alle sind wir nur eine Stadt, erst Ihr Tun prägt den Charakter.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes und vor allem friedliches Weihnachtsfest und meine allerbesten Wünsche für das neue Jahr.

Ihr Sven Schulze Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz


Dem ist nichts hinzuzufügen, und dabei sei erwähnt, dass das diesjährige zweite Oberbürgermeistergespräch mit den Ortsvorstehern in Grüna stattfand. Ein herzliches Dankeschön gilt dabei den Kameraden unserer Feuerwehr, welche sich nicht nur um einen mehr als leckeren Imbiss bemühten, sondern auch sonst ein mehr als angenehmes Ambiente im Schulungsraum schufen. Ein gelungenes Gespräch und mega-leckere Roster mit Sauerkraut bleiben noch lange in Erinnerung.

In Erinnerung auch ein gelungenes Oktoberfest unseres GFC an zwei Tagen. Ja in Grüna ist immer was los. So gab es das erste Mal auch einen Martinsumzug am Tage des Beginns der fünften Jahreszeit, dem Martinstag. Ein Dankeschön für diese Idee und die Umsetzung an unsere rührige Ortschaftsrätin Carola Hilkman und den Mitstreitern der Initiative „Grüna blüht“, welche auch sich mit dem Grünaer Adventskalender einen festen Platz bei den Veranstaltungen geschaffen haben.

Ein Jubiläum gab es auch noch dazu, nämlich das Bahnhofsfest 125 Jahre Oberer Bahnhof Grüna.

Ende des Jahres 1897 wurde die Bahnstrecke Limbach – Wüstenbrand eröffnet, um die Limbacher Industriebetriebe günstiger mit Steinkohle des Reviers Lugau-Oelsnitz versorgen zu können. Später wurde eine Anbindung Richtung Chemnitz-Küchwald ergänzt. 2020 mussten diese Gleise für den geplanten Radweg weichen. Die Strecke nach Limbach wurde schon 1952 demontiert. Die letzten verbliebenen 200 Meter Gleis der früheren Strecke befinden sich am liebevoll restaurierten Oberen Bahnhof Grüna, der 2022 ebenfalls seinen 125. Geburtstag feiert.

Das Jubiläum wurde am Wochenende 19./20.11. nach Redaktionsschluss dieses Ortschaftsanzeigers begangen, jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr mit einem Bahnhofsfest am Oberen Bahnhof Grüna sowie im benachbarten Familienzentrum „Mäusenest“ Grüna e.V. Folgende Programmpunkte waren geplant und fanden bestimmt großen Anklang bei den Besuchern:

  • Führerstandsmitfahrten mit der Kleindiesellokomotive Kö 4936 aus dem Jahr 1938
  • Besichtigung der 1928 gebauten original Chemnitzer Schmalspurstraßenbahn Nr. 228 (925 mm Spurweite), die bis 1988 in Chemnitz verkehrte

Und im Familienzentrum „Mäusenest“ gab es dazu noch Modellbahnbetrieb, eine Ausstellung zur Geschichte der Bahnstrecke sowie ein reichhaltiges Getränke- und Imbissangebot.

Und noch ein Verein machte von sich reden, die Geocacher, welche sich auch seit geraumer Zeit am Vereinsstammtisch mit beteiligen. Doch was passierte in Grüna am 8. Oktober? Pünktlich um 10:00 Uhr versammelten sich Personen, ausgerüstet mit Handschuhen, Müllgreifern und großen, blauen Säcken. Den Blick konzentriert auf den Boden gerichtet, streiften sie durch Grünas Gewerbegebiet. Was ist hier los? Die Auflösung dieses Rätsels fällt recht einfach und unspektakulär aus: Es waren Geocacher, die sich zu einem CITO verabredet hatten.

Halt, halt, halt - was? Was sind denn Geocacher und was ist ein CITO? Nun, Geocaching wird zumeist mit "moderne Schnitzeljagd" beschrieben – mit Hilfe des Satellitennavigationssystems GPS macht man sich bei gegebenen Koordinaten auf die Suche nach versteckten kleinen Dosen o.ä., den sogenannten Caches. Auch in und bei Grüna gibt es einige solcher Verstecke.

Und CITO steht als Abkürzung für im Englischen "Cache In Trash Out" - zu Deutsch in etwas "Cache rein, Müll raus". Da die Natur, das Draußen, sozusagen die Spielwiese der Cacher ist, bemühen sich die Geocacher auch darum, die Natur sauber zu halten und von Müll zu befreien. Zu diesem Zweck treffen sich in unregelmäßigen Abständen Cacher zu eben solchen CITOs, das war auch an diesem Tag der Fall. So folgten fast 50 Cacher der Einladung und machten sich gemeinsam daran, zumindest ein wenig im Gewerbegebiet aufzuräumen. Und gemeinsam macht das natürlich viel mehr Spaß.

Und (leider) kamen in der relativ kurzen Zeit eine ganze Menge Dinge zusammen, die da eigentlich nicht hingehören. Plastemüll, Papier in verschiedensten Formen, Kronkorken, Zigarettenkippen uvm. Sogar mehrere alte Reifen waren unter den Fundstücken. Alles, was gefunden wurde, fand seinen Weg in die blauen Säcke, welche wiederum zu einer zentralen Sammelstelle gebracht wurden. Von dort holte sie dann der Bauhof Grüna am Montag früh ab. Nach getaner Arbeit traf man sich dann noch zu Speis und Trank, wo dem Körper die während des Reinigungseinsatzes verlorengegangene Energie wieder zugeführt werden konnte. Schön, dass zumindest eine kleine Ecke von Grüna jetzt wieder etwas sauberer ist. Noch schöner wäre es allerdings, wenn solche Einsätze gar nicht nötig wären, weil jeder verantwortungsbewusst mit seinem Müll umgeht. In diesem Sinne ein Danke stellvertretend an Frau Annett Winkler und an unseren Bauhof.

)

Ja, und das nächste große Event ist schon in Planung, wozu über 600 Cacher sich schon für Grüna angemeldet haben – also es wird interessant am 10.06.2023. Ja, und Grüna und der Müll – eine never ending Story, wie auch mein Stellvertreter Herr Aurich und ich mehrmals wieder erfahren durften, wenn wir in regelmäßigen Abständen an den Containern am Schachtweg versucht haben, Ordnung zu schaffen.

Aber schön anzusehen ist dagegen unser neues Stromhäuschen gegenüber der Firma Sarei, der Turmspringer sieht aus wie Frank Reinhold, der gern an die Zeit in unserem Sommerbad bestimmt auch zurück denkt. Nun dann wiederum ein Dank an Richard Aurich, welcher den Kontakt herstellte zu Nico Roth, dem Spraykünstler, genannt in Insiderkreisen CEBU, an Frau Flade von Envia, welche sich um die Finanzen kümmerte, und natürlich an Frau Frischmann vom Ortschaftsrat Mittelbach, welche das ganze ins Rollen brachte. Weitere Projekte in Grüna sollen folgen.


Und damit weiter zu den Dingen der letzten Tage, Wochen und kurz vor Jahresende:

Erfreulich war am 16.Oktober sehen zu dürfen, wie viele Wanderfreudige es zum 49. Grünaer Wandertreff wieder gezogen hatte. Bei schönem Wetter mundete die Fassbrause an der Dachsbaude mit dem Versprechen, nächstes Jahr die 25 km mit anzugehen – na dann zum 50. Wandertreff!

Und weiter kurz aus dem Vereinsleben geplaudert und 50 Jahre dazugelegt: 2 Tage zuvor, am 14.Oktober, sind wir nochmals bei 100 Jahre Handball, bzw. viel mehr bei der Vollversammlung mit Vorstandswahl, wie sollte es besser passen – natürlich in der Turnhalle. Gut gefüllt durfte man der neugewählten 1. Vorsitzenden Fanny Schaal, dem 2. Vorsitzenden Toni Fleischer und Mandy Merkel als Schatzmeisterin alles Gute für die nächsten Jahre wünschen. Und immer innere Ruhe bei dem weiteren erfolgreichen Führen eines so großen Vereines. Da war es schon berührend, auch einem ganz besonderen „Bengel“ danke zu sagen, für das, was er in den letzten Jahren alles für den Handball gegeben hatten, nämlich Jürgen Bengel, nebst Frau, welche ebenso anwesend war. Keine Frage, die Verleihung der Urkunde zum Ehrenvorsitzenden war ein Muss an diesem Tage, was dann mit Fassbrause und Mineralwasser sein Ende fand.

Um es sportlich abzuschließen, am vorletzten Tage des Septembers fand der Amtsleiter des Sportamtes den Weg in das Grünaer Rathaus und präsentierte vorab 3 Versionen der Planung für die neue Zweifelder-Sporthalle mit dem Hinweis, das selbige auf der Prioritätenliste Nummer 1 in der Stadt stehe. Wir sind gespannt, oder angespannt, denn jetzt sind die Stadträte gefragt, wenn es um den Doppelhaushalt geht. Mit dem inneren Wunsch, dass die jahrelange Kraftanstrengung den Zieleinlauf erleben darf.

Mit „verein“-ter Kraft geht es weiter, und auch hier an dieser Stelle ein Aufruf, denn unser nächstes Jubiläumskind im kommenden Jahr, der Gesangsverein Grüna / Mittelbach, sucht händeringend einen neuen Chorleiter, um 2023 gebührend die 25 Jahre zu zelebrieren.

Keine Angst, auch Neumitglieder sind immer herzlich willkommen, schaut einfach mal zum Schnuppern auf die neue Homepage unter www.gesangsverein-ev.de, auch leicht zu finden bei www.gruena-online.de.

Wie heißt es dort so schön: „Singen baut Brücken“… Vielleicht wäre die Fußgängerbrücke schon lange geöffnet, ein Trauerspiel ohnegleichen, denn sie sollte zur Kirmes freigegeben werden. Dann erreichte man doch nach langem Suchen, unendlichen erfolglosen Telefonaten eine auskunftssichere Person, welche versicherte, dass in der ersten Novemberwoche das Gerüst abgebaut wird. Es hätte Verzögerungen beim Material gegeben, sowie weitere andere kleine Probleme, welche dann ein großes ergeben hätten. Nun ja – ich hatte vergessen, nach dem Jahr zu fragen, denn wie man im November sah, es passierte in der Woche nichts.

Letzter Stand zur Brücke bei Simmels nach erfolgreichem Telefonat am 17.11.2022 (also schon nach Redaktionsschluss des Ortschaftsanzeigers): Das Gerüst wurde abgebaut, jedoch wurde seitens der Bahn AG versagt, die alten und dennoch funktionstüchtigen Blitzableiterkabel zu verwenden. Da eine Neubesorgung gerade in diesen Zeiten sich als sehr schwierig erwiesen hat, gibt es nun eine Betriebsabnahme am 28.11.2022 in der Hoffnung am 29.11. die Brücke freizugeben. Zum Stirnrunzeln noch 2 Zahlen. Der erste Teil 2018 kostete für die Sanierung 200 T€, wobei ein größerer Aufwand betrieben werden musste. Der hoffentlich bald freigegebene Teil 2022 wird mit Nachträgen die 700 T€ überschreiten... Na dann, wie formulierte der Franzl Beckenbauer so schön - "jo, is denn schon Weihnachten?" Ein wahrhafter KÖNIGsbau!

Manches braucht eben seine Zeit, wie auch das Piktogramm auf der Bergstraße mit dem Hinweis, welche Geschwindigkeit doch gefahren werden sollte. Zeitraum über ein Jahr. Selbst Farbe scheint knapp zu sein, nachdem es jetzt wieder Öl und Senf gibt.

Nun, wenn die Brücke gesperrt ist, läuft man weiter und versucht auf der Chemnitzer 109 die Bürgerservicestelle zu beglücken – doch halt, auch hier gesperrt?

Amtliche Vorab-Mitteilung an dieser Stelle:

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Mitte Dezember wird unser Einwohnerfachverfahren umgestellt. Im Vorfeld sind dazu zahlreiche Schulungen der Mitarbeiter:innen erforderlich, zudem wird die Meldebehörde vom 14.12.-16.12.2022 komplett geschlossen sein. Die Umstellung in den einzelnen Bürgerservicestellen soll schnellstmöglich erfolgen. Es ist jedoch absehbar, dass einige Öffnungszeiten im Dezember nicht eingehalten werden können. Es können für diese Ausfallzeiten auch keine Ersatzöffnungszeiten angeboten werden.

Da hilft nur tief durchatmen und ne Runde im oder am Wald drehen. Genau die richtige Überleitung, denn im neueröffneten Haus „Waldquell“ läd man am 8. Dezember zum „Tag der offenen Tür“ ein, was auch an den Anschlagtafeln im Vorfeld schon beworben wurde. Unter dem Leitsatz, „wer in einer Pflegestufe ist und die Tagespflege nicht nutzt, verschenkt Geld“ wird von 09:00-16:00 Uhr bei Kaffee und Kuchen auf das Herzlichste empfangen, kann sich von den Angeboten in der Tagespflege überzeugen und einen Tag selbige kennenlernen. Gäste, welche die Betreuungsangebote in der Tagespflege in Grüna in Anspruch nehmen, erhalten zu den ambulanten Pflegeleistungen zusätzliche Betreuungsleistungen. Dabei sind natürlich auch Selbstzahler in dem Hause herzlich willkommen.

An dieser Stelle noch der Kontakt zum Team der Tagespflege und ein Dankeschön an die Mitarbeiter der Einrichtung und den Hausleiter Herrn Kaden für ihre geleistete Arbeit. Tagespflege HAUS Waldquell, Rabensteiner Str. 14a in 09224 Chemnitz/OT Grüna mit der Telefonnummer 0371-54306287 oder per Mail waldquell_at_stadtmission-chemnitz.de

Dann gibt es noch Touch for Kids: Ein Kind im wahrsten Sinne wurde in Grüna geboren. Und so wurde nach dem Unternehmerstammtisch der nächste Schritt gegangen, faktisch noch in den Kinderschuhen. Man gestaltete den Unterricht am 14.11.2022 an unserer Mittelschule mit den Herren Ralf Nitzsche und Thomas Erhardt, welche ein Luftschiff bastelten aus Holz und natürlich Schiefer. Mehr dazu in Wort und Bild in der nächsten Ausgabe, und schon einige Handwerker haben sich für das nächste Unterrichtsprojekt bereit erklärt. Hierbei eine wichtige Stütze ist Frau Yvonne Vogel.

Andere Handwerkskunst, welche seinesgleichen sucht, ist das Gürtlerhandwerk. Und deshalb bin ich stolz, dass Gürtlermeister Mario Lorenz zur Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung vom 24.11. – 26.11. 2022 am Stand in Halle 2 die Messe war, die im Beisein der Elite des Freistaates und an erster Stelle unseres Ministerpräsidenten eröffnet wurde.

Zurück zum Ort bzw. vor Ort – Reinemachaktion im Quartalsrhythmus mit Dank an unsere Scheibenschützengesellschaft zu Grüna 1850 e.V. in Vorbereitung für den Volkstrauertag.

Anwesend zum soeben erwähnten Tag und mit Dank verbunden waren auch unser Pfarrer Jens Märker zum Gedenken an die Grünaer Opfer von Krieg und Gewalt. Die Kränze wurden angebracht am im Oktober 1932 eingeweihten Denkmal mit 5 Tafeln zum Gedenken an 202 gestorbene Grünaer im Weltkrieg von 1914 – 1918. Also immer auch in diesem Ortsblatt veröffentlichen Veranstaltungskalender Nachschauen, wenn es um geschichtliche Termine geht, mit dem Wunsch nach mehr Beachtung an diesem Tage an unserem Denkmal.

So und nun fast am Ende gab es noch ein Treffen mit unserem neuen Revierleiter der Polizei vor Ort, Herrn Schönthal, da Herr Baldauf in ein höheres Amt wechselte. Auch mit dem neuen Amtsleiter des Tiefbauamtes Herrn Reinhold gab es ein mehr als angenehmes Gespräch. Beiden wünschen wir maximale Erfolge auf neuen Pfaden.

Unser Geflügelzuchtverein legte eine Mega-Jubiläumsveranstaltung zu 125 Jahren hin. Dank an Markus Fugel und natürlich Holger Storch (passender Name zur Geflügelzucht…). Zum letzten Vereinsstammtisch des Jahres am 23.11.2022 begaben wir uns zu unseren Nachbarn nach Stelzendorf mit Dank an die Gastfreundschaft.

Und noch ein berechtigter Hinweis eines Einwohners, welchen man 1 zu 1 abdrucken kann und muss:“ Hinsichtlich der Ordnung und Sauberkeit in Grüna sehe ich seit Jahren eine Entwicklung, über die man sprechen muss. Einige Bewohner bzw. Eigentümer vernachlässigen ihre Anliegerpflichten hinsichtlich der Reinigung des Schnittgerinnes/Straßenränder. Aus diesen wächst teilweise das Unkraut bzw. bleibt das Laub liegen, und der Straßenschmutz wird nicht entfernt. Auch im Bereich des Elfenwegs 1 beginnt der Grasbewuchs am Straßenrand. Am Eingang zum Wohngebiet Hexenberg, vom Folklorehof kommend, ist die Abstellfläche für die Container-Plätze (Glas) sowie für den Kleidercontainer auch nicht besonders sauber. Hinsichtlich von Ordnung und Sauberkeit sind das einige Stellen, die durchaus verbesserungswürdig sind, auch unter dem Gesichtspunkt „ Kulturhauptstadt“…. Dazu gab es Kontakt auch schon zum ASR, welcher bemüht ist, entsprechende Umstände abzuschaffen.

Nun denn, im Namen des gesamten Ortschaftsrates wünsche ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie einen friedvollen Jahreswechsel. Bleiben Sie gesund, besuchen Sie unsere Ortschaftsratssitzungen und Sprechstunden und beteiligen Sie sich aktiv an unserem Ortsleben, denn nur so funktioniert Gemeinschaft… Dank an unseren Bauhof und Olaf Rümmler, an unsere Mitarbeiterin des Ortschaftsrates, Frau Heike Dybeck, unsere Bürgerpolizisten und unseren Revierförster, den Mitarbeitern der Bürgerservicestelle, allen Vereinen und Sponsoren, den Akteuren vor und hinter den Kulissen, aber auch an Sie liebe Leser – der BILDZEITUNG für Grüna und Mittelbach…

Euer Lutz

Und Gans, ähm ganz (Weihnachten eben) zum Schluss der dritte Teil des uralten Grünaer Gedichtes aus Winklerschen Nachlass

(‚soweit ich im Bilde bin…‘ war das Ende bisher, und weiter geht‘s)

Leistner Paul, der Fabrikant,

ist ein Freund der Leinewand.

Eh` er Platz nimmt auf seinem Sitz,

da erzählt er schnell nen Witz.

Der Frau Moch (der jungen Frau)

un` verpaßt dabei die Wochenschau.

Danach wollt ich mir (oh, wie dumm)

Brötchen kaufen im Konsum.

Doch zu der Verkäuferin

kam ich überhaupt nicht hin.

Eine große Menschenmenge

machte da so ein Gedränge,

daß ich auf die Brötchen pfiff

und sehr schnell die Flucht ergriff.

Gegenüber steht ein Haus,

das sieht wahrhaft traurig aus.

Glaubt nicht, daß ich übertreibe,

dieses Haus war einst `ne Kneipe.

Mäuse gehen heute ein und aus,

aber keine „Blaue Maus“.

Auf dem Weg zur Post vorbei

komme ich bei Otto May.

May Karl spricht: Viel haben wir,

es fehlt nur „Klosettpapier!“

Auf dem Bahnhof (ja ich weiß),

da fehlt noch das zweite Gleis.

Un der Tunnel? Der verfällt,

denn die Bahn, die hat kein Geld.

Nun gehe ich die Straße rein

und beim Geßner Max hinein.

Dieser sagt:“ Mein Herr Sie sind

auf dem Holzweg, Fleisch vom Rind

ham` mer nicht, kommt auch nicht rein!

Nehmen Sie doch Fleisch vom Schwein!

Danach kommt noch `ne Parkanlage,

so was gibt’s nicht alle Tage.

Eine Schwalbe wie man spricht,

macht allein den Sommer nicht.

Doch im Garten können sie,

ruhig machen mal Revue.

In dem Hinterhaus, da wär

Zeißig Franz, der Spediteur,

der mit seinem lahmen Pferd

heute noch Transporte fährt.

Was denn? Sehe ich Gespenster?

Gegenüber in dem Fenster

von der Geßner-Tischlerei

Schnaps, Zigarren, ganze Berge!

Früher standen hier nur Särge!

Der Herr Wenz und die Frau Otto

spielen Toto und auch Lotto

Und man hört (schau einmal an)

daß Herr Wenz auch einmal gewann.

Dann wollt ich zum Doktor gehen,

sah sein Haus schon vor mir stehen.

Doch dann hörte ich, es könnten

nicht zu ihm mehr die Patienten

Und ich war nicht schlecht erschreckt,

daß auch ihn der Rasen deckt.

Mancher doch am besten fuhr,

mit Karl Brubachs Pferdekur.

Allezeit sein Wahlspruch hieß:

wenn man ihn mal kommen ließ,

Kannste scheißen? Gott sei Dank!

Also biste auch nicht krank!“

Welche wahre Wörter von Dr. Brubach und der Medizin – simple, aber einleuchtend erklärt…

Zum Schluss noch ein paar gereimte Zeilen aus eigner Retorte:

Knecht Ruprecht man schon aufgeregt winkt,

noch schnell `nen Schluck heißen Roten trinkt,

die Gans im Ofen vor sich hin schon glüht,

was für ein Jahr, wenn man alles dann nochmals sieht.

Es gab viel Leid, aber ab und zu auch Freud

und immer weniger Geld mehr unter die Leut,

doch eines das werden nicht alle verstehn –

sind wahre Freunde, die einem zur Seite stehn.


Lutz Neubert, Ortsvorsteher Grüna


Dieser Artikel stammt aus dem Ortschaftsanzeiger Grüna / Mittelbach Dezember 2022

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