Der Grünaer Ortsvorsteher berichtet im Oktober

Der Ortsvorsteher Grüna berichtet

Liebe Leser unseres Ortsblattes (ich lasse das „Gendern“ mal weg und hoffe deshalb keine Mahnung zu bekommen, aber ich denke in unseren Ortschaften weiß jeder, was er ist…)!

An erster Stelle allen neueingeschulten Kindern in Grüna und Mittelbach meinen, unseren herzlichsten Glückwunsch. Der erste Monat ist geschafft, und bald gibt es dann die ersten ersehnten Ferien. Hoffen wir auf wenig Schulausfall und keinen Lehrermangel. Nun, ich traf meinen kleinen Nachbarn, welcher nun in die zweite Klasse aufgestiegen ist, und er erzählte mir von Mathe und dem Rechnen. Und schmunzelte ich über seinen kleinen Seufzer und dachte insgeheim, ja Zahlen und Erhöhungen werden unser Leben bestimmen, das Frieren für den Frieden … Doch was man da in Berlin alles so macht, da fragt man sich, ob die Jungs und Mädels im Glaspalast vielleicht nochmal nachsitzen müssten. Erstaunlich was unser Kinderbuchautor Habeck doch so alles über die Wirtschaft weiß.

God save the Queen im doppelten Sinne, also Gott hab sie selig da oben, und auch die Nationalhymne der Briten wurde nun für den King of Pop, ähm Charles, also dem neuen König geändert. Zum Glück nicht in divers oder so. Aber die Dame hatte noch etwas den anderen voraus. Sie hatte nicht nur Zeitgeschichte geschrieben und das Jahrhundert geprägt, nein sie hatte auch noch Charisma, Charakter und konnte regieren. Bis auf Fassbieranstechen, das (aber nicht nur das!) kann dafür unser erster Bürger der Kulturhauptstadt, und deshalb seine Worte an das verehrte Volk, ähm also die Grünaer und Mittelbacher Einwohner.

Liebe Chemnitzerinnen und Chemnitzer in den Ortschaften,

der Sommer in Chemnitz war nicht nur heiß, sondern auch erlebnisreich.

Beispielsweise zog das Hutfestival Tausende Menschen in die City. Es folgten das KOSMOS, die Fête de la Musique, der Brauereimarkt und die Filmnächte. Besonders schön waren die Wochen, als das Weinfest und das Kulturfestival Parksommer Leben in die Innenstadt brachten. Mehr als 80.000 durstige Gäste zählten die Organisatoren beim Weinfest. Mit den 21.500 Besucherinnen und Besuchern, die während des Parksommers bei Konzerten, Poetry Slams, Kinderprogrammen, Yoga-und Fitnessangeboten den Stadthallenpark bevölkerten, waren mehr als 100.000 Menschen aus der Stadt und der Region unterwegs.

Doch was wäre diese Jahreszeit ohne die Sommerfeste in den Ortschaften. Die sind nicht nur Tradition, sondern auch Kulturgut. Hier zeigt sich die gelebte Gemeinschaft, hier geht es um mehr als nur essen und trinken. Hier kommen die Menschen aus den Ortschaften zusammen. Da trifft man sich und es fühlt sich für den ein oder anderen wie ein Klassentreffen an, weil man vor allem bekannte Gesichter wiedersieht. Diese Begegnungen, friedlich und freundschaftlich, schaffen Verbindungen, die für unsere Stadtgesellschaft so wertvoll sind.

Wir sind auf einem guten Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025. Am 28. Oktober feiern wir den zweiten Geburtstag unseres Titelgewinns. Seitdem ist einiges passiert und es wird weiterhin eifrig gearbeitet. Zum Programm der Kulturhauptstadt Europas 2025 gehören sogenannte Interventionsflächen. Das sind Areale, die mit Mitteln aus dem Budget der Kulturhauptstadt nachhaltig entwickelt, aufgewertet und zum Ort der Begegnungen werden. Neben Projekten wie der Hartmannfabrik als künftigem Sitz der Kulturhauptstadt GmbH und Besucherzentrum, dem Garagen-Campus an der Zwickauer Straße und dem Kreativhof Stadtwirtschaft auf dem Sonnenberg zählen dazu 17 sogenannte öffentliche Plätze. Sie wird es im gesamten Stadtgebiet geben, 8 davon in den Ortschaften - also auch bei Ihnen vor der Haustür. In den kommenden zwei Jahren werden hier sichtbare Umgestaltungen stattfinden. Sie sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen und diese Flächen zu entdecken und zu einem lebendigen Ort des Miteinanders zu machen.

Ihr Sven Schulze

Nun ja, die Feste sterben in der Umgebung und dennoch ist es wieder gelungen, in Grüna für 4 Tage etwas auf die Beine zu stellen. Das Wetter sind wir gewöhnt und vielleicht aus Rache dem Sommerbad geschuldet. Aber es sucht seinesgleichen, dieses friedvolle und familiäre Nachbarschaftsfest des Chemnitzer Westens. Dank einiger Ortschaftsräte von Chemnitz und an erster Stelle von Mittelbach, welche aus ihrem Budget eine Lücke geschlossen haben, die in der Innenstadt verbraten wurde, schauen wir auf das Folgejahr. Ein Lob auch an die Jugend, welche unbeirrt zu den Flippers sang und jeden Abend eine Polonaise über den Platz organisierte. Verbesserungen gibt es immer wieder, aber ein Dank im Nachgang an alle vor und hinter den Kulissen, den Sponsoren und an erster Stelle auch den Besuchern. Wir werden im Vorfeld für die nächste Veranstaltung auch wieder Sammelbüchsen wie zur 750-Jahrfeier in den Geschäften aufstellen, denn nicht nur die GEMA hat kräftig zugeschlagen, obwohl es ein Veranstaltungstag weniger war, auch Diesel und Nebenkosten klettern in die Höhe. Ein Dank auch unserem vom letzten Jahr bekannten Schwimmer Herrn Thomas Reichel, Träger des goldenen Seepferdchens, welcher sich dann doch bei einer Limonade am späten Abend bereit erklärte, zumindest einen Teil des Versprechens vom letzten Jahr einzulösen. Leider kam aus ungeklärten Umständen von Samstag auf Sonntag der Asphalt hoch und beglückte Thomas zum Tragen einer Sonnenbrille am Folgetag. Respekt und Dank an die Arzteimittel-Industrie, denn der Haarwurzel-Katarrh muss ordentlich gewesen sein. Aber eben echter Grünaer und Stammpublikum, auf was man sich verlassen kann.

Verlassen kann sich hoffentlich auch das DRK wieder auf seine Stammspender und vielleicht auch auf das eine oder andere neue Gesicht an der Zapfstelle im KiG…

Die letzte Blutspendenaktion fand am 28.September von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr in unserem KiG statt. Natürlich wird nicht nur im KiG gezapft. Es heißt „o‘zapft is“ es am 30. September und 1. Oktober mit dem GFC e.V., beim diesjährigen Oktoberfest, dem einzigen im Chemnitzer Westen.

Ja, während der Herbst das Laub wegbläst, wird im KiG auch im November noch einmal ordentlich „geblasen“. Also nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Freunde der Blasmusik - aufgepasst! Beim am 06.11.2022 im Kulturhaus Grüna geplanten Konzert der Egerländer Blasmusik Neusiedl am See. Seit nunmehr 30 Jahren gibt es die Egerländer Blasmusik Neusiedl am See – Ein Klang geht um die Welt, und sie waren vor längerer Zeit schon einmal Gastorchester in unserem KiG. international besetzt, mit Spitzenmusikern aus Österreich, Südtirol und Deutschland. Keine Kompromisse beim Programm, denn Böhmisch muss es sein, so lautet die Devise. „Böhmischer Wind“, so der neue Programmname, verspricht dem Publikum in Grüna Blasmusik auf höchstem Niveau.

Mit der Stilistik der 60-er und 70-er Jahre und der ureigenen Seele der Egerländer Blasmusik begeisterte dieses Ensemble in seinen Konzerten bisher zahlreiche Zuhörer in Österreich, Deutschland, Südtirol, der Schweiz, Tschechien und Holland. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Stück Kultur im Kulturhaus. Auch dabei beim zweieinhalbstündigen Programm der bekannte Fernseh‐ und Radiomoderator Georg Ried, welcher charmant und wortgewandt, gepaart mit Geist, Witz und Charme durch das Programm führt und für eine angenehme Konzertatmosphäre sorgt.

Und damit von unserem KiG zum Wald, vielmehr zu einer Einrichtung, welche früher Grüna weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt gemacht hat und auch jetzt wieder in aller Munde ist. Mit meinem Stellvertreter Herrn Richard Aurich durfte ich am 11. September, dem „Tag des offenen Denkmals“, etwas ganz besonderes in Augenschein nehmen, und wir freuten uns über die zahlreichen weiteren interessierten Besucher und das angenehme Gespräch mit dem Leiter der Einrichtung Herrn Marcel Kaden und dem Vorstand der Stadtmission Frau Karla McCabe. Der Grund dafür: Exakt zum 130. Jahrestag des ersten Spatenstiches für Stahringers Naturheilanstalt wurde dieses denkwürdige Grünaer Wahrzeichens als „Haus Waldquell“ in Betreibung der Stadtmission Chemnitz wiedereröffnet. Was hier in den letzten beiden Jahren durch die Investoren geschaffen wurde, ist nicht weniger als ein kleines Wunder. Man darf mit Fug und Recht von einer Rettung in letzter Sekunde sprechen. Ein Gewinn für die Stadtmission, ein Gewinn für Grüna und die Grünaer Bürgerinnen und Bürger und natürlich für das gesamte Umfeld. Mit dem Namen „Haus Waldquell“ knüpft man an die reiche Geschichte dieses Hauses an. Wir waren fasziniert von den Veränderungen im inneren und den schönen Außenanlagen mit dem neu in Ordnung gebrachten Teich. Keine Frage, das war eine Menge Geld, welche da investiert wurde.

Geld spielt auch bei unserer Sparkasse eine Rolle. Und es wehte ein neuer Wind durch die Filiale in Grüna. Die Azubis Paul Leohard, Maria Nachsel-Weschke, Amy Denkowski und Daniel Perez hatten 3 Wochen lang bis zum 26. August das Ruder in die Hand genommen. Eigenverantwortlich betreuten sie komplett die Filiale. Das Ziel der Azubis: Den Kunden, wie gewohnt, sehr guten Service und individuelle Beratung zu bieten. Es war ihnen, so das Feedback, mehr als gut gelungen. Nicht umsonst sind sie die 4 Besten des Abschlussjahrgangs. Herzlichen Glückwunsch dazu.

An dieser Stelle noch zwei weitere Informationen. Nach Borkenkäfer und trockenem Sommer unterstützt die Sparkasse Neuanpflanzungen im Geschäftsgebiet mit insgesamt 20.000 Euro, welche gemeinnützigen Initiativen für Umweltprojekte zur Verfügung gestellt werden. Wehmutstropfen - ab 29. August veränderten sich die Beratungs- und Servicezeiten in der Filiale Grüna. Der SB-Bereich bleibt wie bisher von Montag bis Sonntag geöffnet. Hintergrund ist die zurückgehende Nachfrage der Kunden nach Beratungen. Gleichzeitig kämpft man auch mit der aktuellen Personalknappheit. Die Filiale ist Dienstag und Donnerstag vom 9 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr sowie Freitag vom 9 bis 13 Uhr geöffnet. Montag und Mittwoch bleibt die Filiale geschlossen.

Dennoch sind wir in Grüna damit noch gut aufgestellt, denn Geld gibt es auch noch in unserer Volksbank. Diese unterstützt die Nachwuchsarbeit im Grünaer Faschingsclub mit einer Spende über 500 Euro. Überreicht wurde der Scheck zur Kirmes dem Verein, welcher sich am Sonntag mit den jungen Garden nochmals dem Publikum präsentierte. Dankeschön an dieser Stelle im doppelten Sinne der Volksbank Chemnitz, denn sie unterstützte auch die diesjährige Kirmes mit 1000 Euro. Bei einem Gesprächstermin im Stammhaus Chemnitz mit dem Chef Herrn Gunnar Bertram wurde die Idee geboren, zukünftig auch weiter diese Festivität mit einer jährlichen Crowdfunding Aktion zu unterstützen. Für jeden gespendeten Euro legt das Stammhaus nochmals 25 Cent dazu.

Eine neue Quelle in Grüna ist nicht nur mit dem „Haus Waldquell“ entstanden. Eine „Quelle der Kultur“ in Grüna wurde prämiert, für die ich gemeinsam mit Irma Olofsson den Preis im Technischen Rathaus Chemnitz übernehmen konnte. Ich habe mich sehr darüber für Grüna gefreut, auch weil sich Irma nach dem Verlust ihres Mannes so für den Ort einbringt.


Was gab es sonst noch über den Sommer? Der Neue Betriebsleiter unseres ASR / ESC, Marcus Kropp, verweilte in Grüna auf eine Tasse Kaffee, um über gewisse Dinge und Veränderungen zu berichten. Ein angenehmer Mitmensch mit klarem Kopf. Auch eine Vorstellungsrunde mit dem neuen Tiefbauamtsleiter Martin Reinhold fand im Chemnitzer Rathaus statt. Dabei waren alle Ortsvorsteher. Es ging um die Stärkung der Bauhöfe. Während Klaffenbach zu unserer Kirmes vom Starkregen nicht verschont wurde und der Kindergarten massiv unterspült wurde, holte 14 Tage später der Regen mit voller Wucht nochmals nach. Klaffenbach stand im wahrsten Sinne unter Wasser. Diesmal agierten die Ortsvorsteher dank ihrer „Wassersuppe“ noch am selben Tag und delegierten alle ihre Bauhöfe zur Schadensbeseitigung. Dass der neue Tiefbauamtsleiter diese Vorgehensweise lobte, ließ den Schaden zwar nicht geringer machen, aber verdeutlichte, dass die Stadt eigentlich viel zu groß ist, um schnell zu agieren. Danke an meine Amtskollegen, hier geht es eben unkompliziert!

Nach Redaktionsschluss, aber bevor Sie das Ortsblättel im Briefkasten finden, wird am 28. September ein vermutlich wieder gut besuchter Vereinsstammtisch in unserer Turnhalle beim Jubiläumsverein Billard stattfinden. Danke schon für die Gastfreundschaft und die Bewirtung. Auch der 3. Unternehmerstammtisch am 21. September wird wieder ein kleiner Puzzlestein für etwas Großes. Diesmal trifft man sich in unserer Fortis-Akademie. Zugegen sein werden die Geschäftsführung Frau Fröhlich und Herr Poschbeck, welche den Stammtischen vorher schon beiwohnten.

In Mittelbach wurde der neue Kunstrasenbolzplatz eingeweiht. Bei Musik, Roster und Limo eine gelungene Sache. Danke, dass ich Gast sein durfte. Ebenso gelungen war auch das Mittelalterfest bei unseren Nachbarn. Auch dort ließ ich mir natürlich eine leckere Roster bei den Kameraden der Feuerwehr munden. Und ein herzliches Dankeschön an Maxi, man fühlte sich wirklich wie ein Gast.

Nachdem in Mittelbach das Trafohäuschen verschönt wurde, geschieht dies nun mit selbigen Künstler auch in Grüna. Am ehemaligen Sommerbad soll ein Motiv an den Badespaß der vergangenen Jahre erinnern.

Dass dennoch nicht immer alles schick ist, zeigt der Vandalismus immer wieder, so auch kürzlich auf unserem neueröffneten Spielplatz. Der gerade angebrachte neue Hundekotbeutelspender, bestückt mit Tüten, hielt gefühlt genau einen Tag … Ohne Worte!!! Leben denn wirklich Bekloppte in diesem schönen Orte?

Wir wünschen uns doch alle, dass jeder von Grüna das Positive mit in die Welt nimmt, deshalb sollte es SAUBER bleiben. Ganze Familien packen da mit an, wie auch Ralf Nitzsche und seine Jungs… Danke!

Und es gibt so nette Menschen, welche für Grüna noch etwas geben, weil es ihnen hier so gut gefällt. Wie zum Beispiel Herr Jakob Müller. Er spendierte für Grüna einen Herrenhuter Stern in Grün für Grüna. Da das Rathaus ja keine Geschenke annehmen darf, wurde kurzum symbolisch eine Spitze der 25 Stück und des 1,30 Meter großen Sterns zur Kirmeseröffnung an mich übergeben, und es wurde der Grünaer Weihnachtswanderstern erfunden, welcher in diesem Jahr zum ersten Male ab dem Advent an unserer Esso-Tankstelle hängen wird und die Herzen in trüben Tagen erleuchten soll. Ein Zitat, was dazu passend ist „Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf bloß nicht vergessen, ein Licht leuchten zu lassen.“ (Albus Dumbledore)

Also nicht nur wegen der Spritpreise. Den nächsten Stern bzw. Engel haben wir nun auch in Grüna, nämlich den blauen, den Sie mit dieser Ausgabe persönlich in Ihrer Hand halten. Denn in gerade diesen Zeiten wollen wir auch nachhaltig denken und haben die Papierform für unser attraktives Ortsblatt umgestellt, der Natur zuliebe und natürlich des Geldbeutels, denn die Lücke von 600 Euro bei jeder Ausgabe zu schließen, wäre andernfalls unmöglich umsetzbar gewesen. Deshalb gab es das neue Zertifikat direkt in der Druckerei aus den Händen von Herr Ulli Mugler.

Ja, es bläst ganz schön in der heutigen Zeit, wie beim Chef des Posaunenchors Herrn Stefan Türk, welchem an dieser Stelle zu 125 Jahre Posaunenmission nochmals herzlich gratuliert wird. Nicht nur in der Kirche, auch auf verschiedenen Festen, auf dem Rathausturm Chemnitz, bei der Diakonie… Es lässt sich eine ganze Seite füllen, dennoch eines ganz vorn dran, der Dank an die Mitglieder des Grünaer Posaunenchores, gerade auch in dieser Zeit!

Und weiter geht es mit Musik, denn Grüna ist nicht nur sportlich, sondern auch musikalisch. Wir haben Glück, eine neue Musikpädagogin in unseren Reihen zu wissen, welche auch schon in Kontakt mit unserer Mittelschule steht.

Zur Person: Ihr Name ist Anna Steinert, sie ist 32 Jahre alt und Mutter zweier Kinder. Seit ihrer Kindheit spielt sie Violine im Hauptfach, sowie Klavier im Nebenfach. Aus Mangel an Bratschisten, wechselte sie vor einigen Jahren von der Violine auf die Bratsche, als zweites Hauptinstrument. Nebenbei spielt sie - ebenso seit ihrer Kindheit/Jugend - Sopran- und Altblockflöte, Querflöte, Gitarre und Cello. Während ihrer langjährigen musikalischen Ausbildung am Konservatorium „Georg Philipp Telemann“ belegte sie neben den Fächern Violine und Klavier auch Musikgeschichte, Musiktheorie, Musikalische Früherziehung, Orchester- und Ensemblespiel (Duo, Trio, Quartett) und hat an einigen Wettbewerben, wie „Jugend musiziert“ teilgenommen. Bereits in der Musikschule hat sie im Alter von 7 Jahren im kleinen Streichorchester Violine gespielt. Mit 12 Jahren kam der Einstieg ins Jugend-Sinfonie-Orchester Magdeburg, später ins JugendSachsen-Anhalt-Orchester, sowie dem Universitätsorchester. Als freischaffender Künstler und Musiker hat Anna einige Jahre Musik- und Theaterprojekte in Kitas und Schulen gemacht, während sie mittlerweile im Sächsischen-Sinfonie-Orchester sowie einer Kammermusikalischen Besetzung und einer wechselnden Trio-/Quartettbesetzung Bratsche spielt. Aktuell hat Anna noch 5 Geigenschüler im Alter von 5-51 Jahren und leitet eine musikalische Krabbelgruppe für Kinder bis 3 Jahren sowie einen Vormittags-Musikkurs ab 4 Jahren. Beide Kurse können gerne auch unverbindlich zum „Schnuppern“ und Kennenlernen genutzt werden. Weitere Kursangebote werden sein: Instrumentenkunde, Rhythmuslehre und Notenlehre – na neugierig geworden? Dann hier die Eckdaten dazu… Für wen? Kinder von 4-7 Jahren. Und wann? Ab November, donnerstags 15.30-16.30 oder 16.00-17.00Uhr, in Grüna im Rathaus… Anmeldung unter 123musik.theater_at_gmail.com (bis spätestens 20.10.22)

Grüna – ein ganz besonderer Fleck Erde. Und es leben dort ganz besondere Menschen. So gab es am Kirmeswochenende auch ein Klassentreffen in Grüna. Die Damen und Herren im Alter von 83 Jahren, Respekt!, machten es sich in einem kleinen feinen Festzelt gemütlich und schwelgten in Erinnerungen mit dem Blick nach vorne, denn sie sammelten für ein Grünaer Projekt eine stolze Summe im dreistelligen Bereich. Ein ganz herzliches Dankeschön stellvertretend den Herren Bernstein, Neubert und Schwarzenberger, sowie dem Rest der Klasse!

Übrigens mit einem lachenden Auge im Nachgang: Das Tiefbauamt wollte zum Kirmeswochenende für Bautätigkeiten die Mittelbacher Straße sperren. Danke, dass man sich im Vorfeld noch einmal zu einem klärenden Gespräch einigen konnte. Ja, und da sind wir immer noch bei der Kirmes, denn auch ein Chinesischer Künstler macht Station in Grüna und malt mit seinem Pinsel was das Zeug hält – auch ein Bild für unsere Volksbank, und ein Geschenk gab es obendrein – das Grünaer Wappen.

Und nach Grüna kommt im Oktober auch der erste Bürger unserer Kulturhauptstadt OB Sven Schulze. Ihm ist es zu verdanken, dass kurzfristig eine Lücke zu den Feierlichkeiten im August geschlossen wurde – faktisch über Nacht. Danke.

Wie schon oft von mir erwähnt, Freud‘ und Leid stehen eng beieinander. Deshalb an dieser Stelle ein Nachruf an den verstorbenen Stadtrat Hubert Gintschel, mit welchem man stets auf Augenhöhe und ehrlich kommunizieren konnte und welcher auch ein gern gesehener Gast zu den Ortschaftsratssitzungen war. Seiner Familie Trost in den schweren Stunden, auch im Namen des gesamten Ortschaftsrates Grüna. Zum zweiten, und das fällt mir als Grünaer noch schwerer, möchte ich der Familie des Schlossermeisters Uwe Schmidt mein tief empfundenes Beileid bekunden. Der Name bedarf keiner Erklärung, auch nicht, was die Schlosserei für Grüna und Umgebung bewerkstelligt hat. Viel zu früh und ganz leise ist er gegangen. Den Hinterbliebenen viel Kraft bei der Bewältigung der Trauer, er wird mehr als fehlen – Danke Uwe für alles.

Nun eingangs erwähnt ist dieser Text nicht divers verfasst. Mein Unmut auch darüber, dass sich unsere Bürgermeisterin Frau Ruscheinsky beim Christopher Street Day für einen Satz fast schon entschuldigen musste – wird die Minderheit zur Mehrheit und wir müssen uns für alles entschuldigen? Kopfschütteln pur! Da hilft nur eines, auf zum Oktoberfest vom GFC und mal wieder eine große Limo trinken!

Im Fernsehen gibt es keinen Winnetou mehr, den Häuptling der Indianer,

und plötzlich ist das Fleisch der fast größte Klimakiller, hoch leben die Vegetarier.

Am Morgen wirst Du schon verklappst, von Nachrichten auf Deinem Handy.

Und was gestern noch der Kumpel Sandro war, ist heute plötzlich eine Sandy.

Normal kann das doch alles nicht mehr sein, egal an welchem deutschen Orte,

drum verstehe ich es auch immer mehr, wenn Menschen gehen vor die Pforte.

Nur bitte, tut mir einen Gefallen und zieht unser schönes Grüna nicht in den Schmutz,

ich baue auf Euch, das hatte ich schon einmal gesagt, es grüßt im Herbst Euch Euer Lutz!

DANKSAGUNG: Ermöglicht wurde unsere Kirmes 2022 durch die freundliche und finanzielle Unterstützung von
Grünaer Firmen.


Und vielleicht im nächsten Jahr auch durch Ihre Spende – Grüna sagt DANKE.


Und damit zum zweiten Teil unseres Gedichtes aus dem Nachlass von Grüna. Der erste Teil in dem vergangenen Ortsblatt endete mit

Grüna…ein sehr unfreundliches „Määäh“

während ich vorüber geh…

… und weiter geht’s

Doch ich sag zu ihr, “ Halts Maul,

Grüße mir den Liebscher Paul!“

Was ist denn bei dem Müller Franz

auf dem Dach für Firlefanz?

Man erzählt mir und ich horch:

Auf dem Dach, das sei ein Storch

Und es hätten sich gleich zwee

reingestürzt jetzt in die Ehe!“

Links kommt dann ein Bretterzaun,

keiner kann hinüberschaun.

Dieser Zaun, so schätze ich,

der ist viel zu hoch für mich!

Rechts, da steht ein weißes Haus

und ich kenn mich nicht mehr aus.

Dieses Haus steht längst schon leer,

braucht man keinen Wohnraum mehr?

Ein Haus weiter lass ich mir

Haare schneiden beim Barbier.

Helft mir doch mal auf den Trichter,

wie heißt der jetzt, hieß er nicht Richter?

Nein, auch Seltmann hieß er mal,

na es ist ja auch egal,

ob den Mensch der Schlag mal trifft

oder er sich selber vergift`t.

Wieder steh ich vor nem Bau,

wo ich mich nicht weiter trau.

Weil ein Groß-Kapitalist

über Nacht verschwunden ist.

Abgehau`n ist Walter Nacken

ohne vorher einzupacken

Und in den verlassnen Zimmern

sitzen Menschen jetzt und wimmern.

Schmerzen in den faulen Zähnen

sind der Anlass zu den Tränen.

Auf der andern Straßenseite

die Fabrik, die ist nicht pleite

Und der böse Max schleicht stumm

heute noch um das Werk herum.

Mach ins Hemd Dir keinen Klecks,

dieses Werk heißt „Trikotex“.

Max auf Deinen Gummisohlen

kannst Du niemals wieder holen,

was dem ganzen Volk gehört

und wer unsern Aufbau stört,

den scharrt man am „Weißen Stein“

eines Tages im Stillen ein.

Weiter hinten strahlt im Glanz

die Fabrik vom Langer Franz.

Glanz? Es bringt kein Mensch den Dreck

dort von fünf Jahrzehnten weg.

Liegt der Franz auch in der Gruft

und verpestet dort die Luft.

In dem Werke jeder spürt,

dass sein Geist noch heut regiert.

Nun zurück zum Boulevard,

wo ich stehn geblieben war.

Sonst komm ich vielleicht am Ende

doch schon in das Festgelände.

Ein paar Schritte und ich bin

mitten in den Kintopp drin.

An der Kasse, aus dem Loch,

freundlich lächelnd schaut Frau Moch

Und sie sagt mir: „Sie hätt

Loge nicht, nur noch Parkett:“

Einer sitzt da immer drin

(soweit ich im Bilde bin )…..

Dieser Artikel stammt aus dem Ortschaftsanzeiger Grüna / Mittelbach Oktober 2022

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