Horch beim Storch

Horch beim Storch

… heißt es nun wieder, denn die Störche sind zurückgekehrt und mit ihnen die Gefahr durch ihre mitunter etwas waghalsigen Flugmanöver. Darauf hinweisen werden zukünftig auch zwei Schilder, welche an zwei Lichtmasten an der Chemnitzer Straße angebracht werden. Ein herzliches Dankeschön in diesem Zusammenhang an das Schilderwerk Beutha, welches uns die Schilder kostenfrei anfertigte, an Mandy Schneider für die Vermittlung, an eins Energie und die Stadt Chemnitz für die Genehmigung zur Nutzung der Lichtmasten, an den Bauhof Grüna fürs Anbringen dort oben und natürlich an Lutz Neubert für das Zusammenpuzzeln aller Zustimmungen.

Lange haben sich die großen Vögel Zeit gelassen, diesmal. Obwohl bereits am 12. März ein Storch über Grüna gesichtet wurde, blieb das Nest lange leer. Am Morgen des 6. April wurde mitten im Schneetreiben dann ein unberingter Storch auf dem Nest gesichtet. Dann war es wieder verlassen, bis am 11. April ein beringter Storch ankam. Vielleicht das Weibchen aus dem Vorjahr? Am 13. April dann die Überraschung: zwei Störche standen auf dem Nest – und beide beringt! Also musste mindestens ein Neuankömmling dabei sein, denn der „Papa“ der letzten beiden Jahre war unberingt.

Der Storchenberinger, Herr Schaarschmidt, (der auch für dieses Jahr wieder die Beringungserlaubnis für die jungen Störche von der Naturschutzbehörde erhalten hat) versucht mit dem Fernglas die Ringe auszulesen – keine einfache Aufgabe, die manchmal auch mehrere Besuche erfordert. Ein erster Versuch, die Ringe abzulesen, ergab leider wegen Verschmutzung keine genauen Erkenntnisse. Es könnte sich um das Weibchen der Vorjahre handeln, worauf der schwarze ELSA-Ring hindeutet, aber ganz sicher ist das noch nicht. Der zweite Storch trägt einen kleinen Aluring, der nicht aus Deutschland stammt und sehr schwer ablesbar ist. Er könnte aus Tschechien kommen.

Auf alle Fälle scheinen sich die beiden zu verstehen, denn bald begannen die Paarung und der Weiterbau am Nest. 


Am 1. Maiwochenende konnten „Schichtwechsel“ am Nest beobachtet werden und auch das Sammeln von weichem Nestmaterial, was auf eine Brut hindeutet. Es besteht also wieder Hoffnung auf Nachwuchs…


Text: Carola Hilkman Fotos: Annette Fless, Karla Rößler



Dieser Artikel stammt aus dem Ortschaftsanzeiger Grüna / Mittelbach Juni 2021

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