Stadt am Fluss – Begegnung am Wasser:

Stadt am Fluss – Begegnung am Wasser: 

Grünas Beitrag zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Im Rahmen der Bewerbung von Chemnitz zur Kulturhauptstadt Europas 2025 waren auch die Ortschaften aufgefordert, eigene Projekte einzureichen, mit denen brachliegende Flächen aufgewertet und kulturell nachhaltig genutzt werden können: die sogenannten Interventionsflächen.

Als Richtlinie für Konzepte wurde unter anderem das Thema „Stadt am Fluss“ vorgeschlagen.

Da unser Ortsteil ein wasserreiches Gebiet ist, hat sich der Ortschaftsrat daraufhin entschieden, die Grünaer Teiche in geeigneter Form einzubeziehen und gleichzeitig das Areal um den Bolzplatz an der Bergstraße zu einer generationsübergreifenden Begegnungsstätte umzugestalten.

Bedarf dafür ist vorhanden, ist doch der „Bolzplatz“ in einem Zustand, der diesen Namen nicht verdient, der Teich am Nebelgut brauchte dringend eine neue Zuleitung, um nicht auszutrocknen, und in den Vorjahren haben sich mehrfach Kinder und Jugendliche beim Ortsvorsteher gemeldet mit dem Wunsch nach einer Freizeitanlage, die auch jenseits der Altersgrenze 12 attraktiv ist. Insbesondere wurde eine Skater- oder BMX-Strecke angesprochen.

All diese Gedanken sollen nun in einem konkreten Projekt zusammengefasst werden, welches wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Es wird eine kulturelle Begegnungsstätte für Jung und Alt entstehen, in der sich Natur, Kultur, Sport, Gemeinschaft, Umweltbildung und Erholung zu einem Gesamtobjekt vereinigen, welches den verschiedensten Anliegen gerecht wird und gleichzeitig eine Aufwertung des Wohngebietes darstellt.

Der Bolzplatz selbst soll mit ordentlichen Toren versehen werden und somit zum Fußballspielen einladen. Nördlich davon ist auf der ausreichend großen Wiesenfläche die Anpflanzung einer Streuobstwiese mit Grillplätzen und Bänken vorgesehen. In deren Planung sollen die künftigen Nutzer eingebunden werden, bspw. der Kindergarten, welcher von den Früchten zum Naschen und Verarbeiten profitieren könnte. Hier dürfen Wünsche für Obstarten geäußert werden. Aber auch Ideen für die Umweltbildung der Kindergarten- und Schulkinder sind gefragt, wie etwa Nistgelegenheiten für Singvögel oder Insekten zu schaffen, das Leben am Teich beobachten usw., kurzum alles, was in den Sachkundeunterricht integriert werden kann. Hierzu soll Kontakt mit den Pädagogen aufgenommen werden. Zu den umliegenden Grundstücken hin eingegrenzt wird das Gelände von einer Hecke aus Wildfrüchten, vogel- und insektenfreundlichen Gehölzen, was zum einen dem Naturschutz dient und zum anderen auch von den Anwohnerbereichen abschirmt. Vorgesehen ist, mit der Pflanzung der Hecke bereits in diesem Herbst zu beginnen, damit sie bis zur Fertigstellung der Anlage schon eine gewisse Dichte erreicht hat. An geeigneter Stelle könnte eine auf jugendliche Nutzer zugeschnittene Sitzecke entstehen mit etwas anderen Sitzmöbeln als gewöhnlichen Bänken. Auch hier ist man für Vorschläge seitens der Nutzer offen. Mitplanen und -gestalten sollen die Jugendlichen besonders auch an der zukünftigen Skater- oder BMX-Strecke, welche auf der großen Wiesenfläche zwischen Teich und Architekturbüro entstehen soll. Hier sind Ideen für die Anlage gefragt, und natürlich soll auch mit Hand angelegt werden bei der Umsetzung. Denn alles, was in Eigenleistung entstanden ist, erzeugt Stolz auf das Geschaffene, steigert die Wertschätzung und spart finanzielle Mittel, die dann wiederum in Erweiterungen der Anlage fließen können.

Viel Eigenleistung erbracht wurde schon im Jahr 2020, als der Zufluss des Teiches in einer Gemeinschaftsaktion von Ortschaftsrat, Heimatverein und Anwohnern erneuert wurde. Somit wurde der Erhalt des kleinen Biotops gesichert. In Ausgabe … wurde bereits darüber berichtet. In diesem Jahr sollen Arbeiten am Uferbereich ausgeführt und Bänke aufgestellt werden, ebenfalls nach dem bewährten Schema Eigenleistung.

Natürlich darf in einem solchen Areal die Kultur nicht zu kurz kommen. Daher ist geplant, im Bereich zwischen Teich und Bahnlinie eine kleine Bühne zu errichten, welche für sommerliche Konzerte der ortsansässigen Vereine wie dem Gesangsverein oder dem Posaunenchor genauso genutzt werden kann wie für Aufführungen der Kindereinrichtungen oder die Wiederbelebung der „Kirche im Grünen“.

Um den Bogen zu schlagen zur „Stadt am Fluss“ wurde darüber nachgedacht, die anderen Grünaer Teiche und die dort existierende Natur mit in das Konzept einzubinden. Möglich wäre, sie durch einen Wanderweg zu verbinden, an welchem Informationstafeln mit Wissenswertem bspw. über die hier heimischen Amphibienarten, die Störche oder zur Geschichte der Teiche aufgestellt werden. Gleichzeitig kann der Anschluss zum Baumgartenrundweg geschaffen werden, um auch diesen Teil Grünaer Geschichte zu würdigen. Auch dieses Teilprojekt soll zeitnah in Zusammenarbeit mit dem Wanderverein und dem Heimatverein vorbereitet werden.

Immer im Auge behalten hat man bei der Ideenfindung, dass das entstehende Objekt nicht nur für die Grünaerinnen und Grünaer interessant sein soll, sondern durch den direkt vorbeiführenden zukünftigen Radweg auch Menschen aus dem Umland auf Grüna und seine Besonderheiten und Veranstaltungen aufmerksam gemacht werden. Nicht nur, aber besonders im Kulturhauptstadtjahr 2025 soll dann mit vielfältigen Veranstaltungen das gesamte Areal bespielt und genutzt werden. Neben den oben schon erwähnten Möglichkeiten wären Familiensporttage, ein großes Kindertagsprogramm am Sonntag, 1. Juni 2025 – im Idealfall ausgerichtet von Grünaer Vereinen, ein Vorstellungstag für Grünaer Vereine über ein Wochenende, die obligatorische Kirmes-Sportwoche mal „Im Freien“ für verschiedene Sportvereine unter dem Motto: „Sport FREI“ !, ein „Tanz in einen Sommerabend“ im Bühnenareal, Veranstaltungen zur Sonnenwende im Sommer und Winter mit Feuerschalen am Grillplatz, Feuershow usw., Vorträge verschiedener Anbieter zu Natur und Historie im Ort (Förster, Heimatverein, Ornithologe, Umweltpädagoge…) oder auch ein Herbst-/Wein-/Erntefest mit Rahmenprogramm denkbar, um nur einige erste Ideen zu nennen.

Für die Umsetzung des Vorhabens stehen Mittel aus dem Kulturhauptstadtfonds zur Verfügung. Um jedoch möglichst viel Zusätzliches herausholen zu können, soll im Laufe der Zeit ein breites Spektrum an Beteiligten eingebunden werden, welche nach ihren Möglichkeiten in Eigenleistungen zum Gelingen eines großen Gemeinschaftsprojektes beitragen.

Um bereits in diesem Jahr die Vorbereitungen auf das Kulturhauptstadtjahr sichtbar zu machen, wird neben der Heckenpflanzung im Herbst bereits im Frühjahr mit der Anlage einer Blühwiese begonnen, welche auf dem Areal der zukünftigen Skaterbahn ausgesät wird und im Sommer ihre Blütenpracht entfalten soll.

Die Entwicklung dieses Teilstückes wird neben zwei anderen Blühprojekten dokumentiert auf https://gruena-blueht.jimdosite.com


Dieser Artikel stammt aus dem Ortschaftsanzeiger Grüna / Mittelbach Juni 2021

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