… heißt es so schön immer zum Jahresanfang, und damit beginnt die Reise eigentlich schon wieder gen Jahresende. Bald strahlen uns die ersten Schokoladenosterhasen aus dem Regale an (wenn man sich die noch leisten kann), und dann steht schon ab September wieder Knecht Ruprecht mit Kollegen im selben Regal.
Nun nach einem reichhaltig gefüllten Adventskalender in Grüna mit Premiere im Hotel Claus, mit mehr als gut besuchten Pyramideanschieben und Weihnachtsmarkt am Folklorehof nahte dann Silvester, und schwupps war es auch schon wieder vorbei.
An dieser Stelle im Namen aller Ortschaftsratsmitglieder Ihnen und Ihren Familien für das Neue 2026 maximale Erfolge mit der nötigen Portion Gesundheit – mal schauen was es bringt, ich habe da einen sehr gedämpften Optimismus.
Rückblickend noch kurz berichtet mit einer Bitte zum Volkstrauertag.

Am 16.November 2025 gedachten dort die Mitglieder der Scheibenschützengesellschaft zu Grüna 1850 e.V. den gefallenen Grünaer Bürgern in den Kriegen gemeinsam mit unserem Pfarrer Jens. Schön wäre es wirklich, wenn in diesem Jahr doch der eine oder andere Vereinsvertreter und Einwohner unseres Ortes diesem stillen Gedenken mit beiwohnen würde.
Eine Woche davor fand wieder eine große bzw. die dritte große Baumpflanzaktion zusammen mit der Sparkasse in der Nähe unseres Forsthauses statt, unterstützt von PS Lotteriesparen der Sparkasse Chemnitz. Nach ca. 2 Stunden und mit Hilfe von 40 Händen waren nach Beginn der Aktion gegen 14:00 Uhr 2000 Weißtannen gepflanzt. Ein starkes Stück für den Hauswald nicht nur von Grüna an diesem 14.11.2025. Wie gehabt gab es im Anschluss am Forsthaus wieder einen kleinen Imbiss zur Stärkung. Auch hier ein Dank an alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen.
Und weil zu allen guten Dingen 3 gehören noch ein Rückblick auf das abschließende Jahresgespräch mit unserem Oberbürgermeister ebenfalls am 14.11.2025, in der entstandenen Interventionsfläche der Kulturhauptstadt, der langen Stube im Volkshaus Röhrsdorf. Themen waren dabei brandaktuell der Winterdienst, Straßenbau etc..
Zur Thematik „Wie unterstützt die Stadt Chemnitz den Ort, wichtige private, aber öffentliche genutzte Wege, insbesondere solche als Schulwege (Grundschule), als auch Zuwege zum Haltepunkt Grüna dauerhaft für die öffentliche Nutzung zu sichern“, gab es leider noch keinerlei Klärung. Hingegen kommt Bewegung bei unserer Mittelbacher Straße ins Spiel. Der Bauabschnitt vom Wiesenbach bis Aktienstraße soll in diesem Jahr von Juli bis Oktober gebaut werden. Vorgesehen dabei ist die Errichtung eines Gehweges in Laufrichtung Mittelbach rechts. Die Großbäume sollen dabei erhalten bleiben. Die Planung für den zweiten Bauabschnitt vom Wiesenbach bis An der Wiesenmühle mit dem ESC ist wahrscheinlich 2027 geplant… schauen wir einmal.
Nun, das war dreimal Rückblick auf das letzte Jahr, wo unser „grüner“ Grünaer Adventswanderstern am Ortseingang bei unserem „Auto-Riemer“ das Herz und die Augen erfreute.
Und damit Ausschau auf das Neue und das was da noch kommt. Klimaerwärmung und plötzlich Winter und das noch mit Katastrophenpulver, in Fachkreisen auch Schnee genannt. Wer hätte das gedacht. Und während viele unzufrieden waren mit der Beräumung, so sei an dieser Stelle ein Lob gesprochen und geschrieben auf die Firma Schettler-Transporte, welche im Auftrag des ASR sich für Grüna und Mittelbach einbringt. Das jedoch nur vorrangig für die Busquerverbindung Grüna Mittelbach, das andere nur auf Anweisung. In Zeiten klammer Kassen… Jedoch kann man mit allen ja reden, und so wurde selbst für einen Sonntag und eine verwehte Pleißaer Str. eine Lösung gefunden. Dank an die Unkompliziertheit und die Firma Schettler-Transporte, aber auch an Herrn Karsten Loth vom ASR, denn er reagierte spontan auf kurzem Dienstwege.

Natürlich wird nie alles perfekt sein, denn einige Probleme ziehen Probleme nach sich, wie dann zum Beispiel die Müllentsorgung bei diesen winterlichen Straßenverhältnissen. Dies wurde auch in unserer ersten Ortschaftsratssitzung angesprochen, bei welcher wir als Gast nicht nur den Amtsleiter des Grünflächenamtes, Herrn Peter Börner, begrüßen durften, sondern auch unseren neuen Baubürgermeister, Herrn Thomas Kutter. Er erzählte über seinen Werdegang, sprach über den Winterdienst und führte eine sachliche Diskussion mit anwesenden Einwohnern.
Auszug aus dem Protokoll:
Herr Kütter erklärt hierzu, es sei völlig indiskutabel, dass die Situation nicht sehr gut sei.
Im Zuge der Haushaltsdiskussion im Frühjahr wurde das Winterdienstbudget um ein Drittel gekürzt, was über eine Million Euro betrage. Damit müsse ein Drittel an Leistungen im Winterdienst eingespart werden. Dies sei der Beschluss des Stadtrates gewesen. Das Verkehrs- und Tiefbauamt müsse hierfür Lösungen finden. Da es im Winterdienst Pflichtaufgaben gebe, könne nur an den freiwilligen Aufgaben (beispielsweise Schneefangzäune) gespart werden. Hierfür wurde ein Konzept entwickelt, was vom Stadtrat abgelehnt wurde. Daher gilt das Konzept vom vorigen Jahr weiter, was allerdings finanziert werden müsse. Somit fehle im Budget des Verkehrs- und Tiefbauamtes über eine Million Euro. Dies wurde von anderen Maßnahmen entzogen. Der ASR sei mit allen Einsatzkräften im Dienst und die Mittel für dieses Jahr seien vorhanden, werden aber bei anderen Maßnahmen fehlen. Für den kommenden Winter müsse eine sinnvollere Lösung gefunden werden. Am Winterdienst ein Drittel der Kosten zu sparen halte er für utopisch.
Nun man versteht den Frust der Einwohner, welche bis zur gewissen Uhrzeit ihren Bürgersteig geräumt haben müssen und, wenn zu alt, dafür einen privaten Winterdienst beauftragen müssen, ansonsten drohen Strafen. Schön wenn mit zweierlei Maß gemessen werden darf.
Lichtblick in der Sitzung – der Empfang einer Abordnung des Kleingartenvereines „Waldesluft“, welcher im letzten Jahr zur schönsten Gartensparte von Sachsen gewählt wurde. Glückwunsch an Wolfgang Bienert, sein Team und die Mitglieder. Nächste Herausforderung wird die Teilnahme am Bundeswettbewerb sein. Für mich fühlte es sich etwas an, als wäre leider die ganze Sache etwas im Kulturhauptstadtjahr untergegangen – Schade eigentlich.
Im Nachgang gab es noch einen angenehmen Austausch bei einer Flasche Limo und paar Scheiben belegten Käckebrot.

Noch etwas Erfreuliches – unser Schandfleck in Grüna, das Bauerngut an der Chemnitzer Straße (viel steht ja nicht mehr) verschwindet nach jahrelangen Kampf.
Und aufregen – ja auch das wird im neuen Jahr bleiben über sinnloses Zerstören, Beschmieren etc. So zum Beispiel wurde der Stromkasten an der Kreuzung Mittelbacher Straße in ein Fußballblau gewandelt. Jahre zuvor hatte ein bekannter Künstler diesen mit unserem Oberförster und seinem Luftschiff versehen. Und auch an der Interventionsfläche macht man sich zu schaffen.

Nun das Jahr ist noch frisch, deshalb gibt es noch nicht viel zu berichten. Ein Hinweis noch zur Sprechstunde des Bürgerpolizisten: Nachdem Herr Eberhard Arnold zum Jahresende auch in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, ist vorübergehend Herr Thomas Schiele für Grüna und Mittelbach verantwortlich.
Kontakt per Brieftaube etc.: thomas.schiele_at_polizei.sachsen.de Tel. 0371 5263282 bzw. 0162 2080939
Die Termine für den Vereinsstammtisch stehen (und auch größtenteils, wer dazu recht herzlich einlädt).
25.03.2026 Kirchgemeinde Grüna/ Kirche
10.06.2026 Verein Oberer Gasthof/ Oberer Gasthof
16.09. 2026 Stadtmission Ch. e.V. „Haus Waldquell“
25.11.2026 Wanderfreunde/ Dachsbaude
Und damit noch ein kleiner Hüpfer zum Chemnitzer Rathaus, nachdem sich unser Oberbürgermeister hier mit Grußworten verewigt hat noch ein Statement der Stadträte....
Lutz Neubert, Ortsvorsteher Grüna
Stellen Sie sich vor, Sie wären an meiner Stelle. Sie sitzen am Schreibtisch vor dem „Klapprechner“ und sollen über die neusten Neuigkeiten aus dem Chemnitzer Rathaus berichten. Auf dem Schreibtisch ein Buch mit der Jahreslosung für Christen: „Gott spricht: Siehe ich mache alles neu…“. Dieses Zitat aus der Bibel ist eigentlich so ein richtiger Motivatsionsspruch. Gerade jetzt, zum Jahresbeginn, wo wir alle noch in unseren guten Vorsätzen „stecken“. Energie und Tatendrang machen uns stark, es soll so vieles besser und neu gemacht werden. Das ist in unserem Chemnitzer Rathaus etwas anders.
Die verschiedenen Ausschüsse tagen seit Januar wieder. Die Tagesordnungen allerdings sind nicht gefüllt mit neuer Energie und neuen Herausforderungen. Es wird erst einmal ausgewertet. Die Kulturhauptstadt natürlich an erster Stelle, oder die Freibadsaison vom letzten Jahr. Andere Ausschüsse befinden sich auf Ideensuche. Man bekommt den Eindruck, es soll möglichst so weitergehen wie bisher. Nicht viel Neues, nicht viel anders machen.
Ein wichtiges Thema beschäftigt uns allerdings seit Dezember des letzten Jahres, die Kommunale Wärmeplanung, KWP genannt. Ab 2045 will Deutschland CO2-neutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen sind die Kommunen in unserem Land aufgefordert, eine Planung zu erstellen, wie die Gebäude in den Städten bis dahin beheizt werden sollen, CO2-neutral.
Die Wärmeversorgung ist unter anderem eine kommunale Aufgabe. Der Entwurf für diese Planung wurde seitens der Stadt vorgelegt und wird derzeit diskutiert. Wir als CDU/ FDP-Stadtratsfraktion setzen uns dafür ein, dass jeder Bürger selbst entscheiden kann, wie er sein Eigentum künftig beheizen möchte. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig. Ob Fernwärme in den zentralen Stadtgebieten, oder Wärmepumpe. Ob Biogas, Wasserstoff, mit Elektro - oder Pelletheizungen. Es ist uns wichtig, das Sie entscheiden können, wie Sie Ihre Immobilie künftig mit Wärme versorgen. Der Entwurf der kommunalen Wärmeplanung soll dafür den Grundstein legen.
Auch wenn wir in diesem Jahr nicht alles neu machen können, werden wir als Stadtratsfraktion bemüht sein, manches besser zu machen.
Bleiben Sie behütet.
Solveig Kempe + Hendrik Rottluff aus dem Chemnitzer Rathaus
In diesem Sinne mit Grüßen an unsere Nachbarn und den Ortschaftsrat Mittelbach verabschieden sich zumindest hier für diese Ausgabe die Mitglieder des Grünaer Ortschaftsrates und Euer Lutz aus der Chemnitzer 109, der schon gespannt ist auf den Spatenstich der Turnhalle.
Dieser Artikel stammt aus dem Ortschaftsanzeiger Grüna / Mittelbach Februar 2026